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A

Abkürzungen
Fachwörter und Abkürzungen
- Tonus = Anspannungszustand eines Organs oder Organteils
- Hyperämie = Blutreichtum, Mehrdurchblutung
- Thrombus = Blutgerinnung in Gefässen und an der Herzwand, Blutgerinnsel
- Myogelose = Muskelhärte, Hartspann, umschriebene knoten- oder wulstförmige
Verhärtung der Muskulatur mit Druckschmerz und oft dumpfem Spontanschmerz
- Muskeldystrophie = Ernährungsstörung des Muskels, mit fliessendem Übergang zur
- Muskelatrophie = Muskelschwund infolge Verkleinerung des Durchmessers der
einzelnen Muskelfasern
- Karzinom = bösartiger Tumor
- Herzinsuffizienz = Herzmuskelschwäche, unzureichende Funktion des Herzens, bei
der das Herz nicht mehr imstande ist, eine den Anforderungen entsprechende
Förderleistung (des Blutes) zu erbringen
- Myoglobin = roter Muskelfarbstoff, bindet und speichert Sauerstoff im
Muskelgewebe

SRK = Schweizerisches Rotes Kreuz
SVBM = Schweizerischer Verband der Berufs-Masseure
Med. Masseur EFA = Medizinischer Masseur mit Eidgenössischem Fachausweis
Med. Masseur FA = Med. Masseur mit Fachausweis des
Schweizerischen Roten Kreuzes
SBFI - Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation
SDK - Schweizerische Sanitätsdirektion
OdA - Organisation der Arbeitswelt

Aderlass
Aderlass, das heisst freie Blutentnahme aus der Vene, ist seit Jahrtausenden als Heilmittel erster Güte bekannt.
Doch Aderlass ist nicht zu verwechseln mit Blutspenden oder einfacher Blutentnahme. Es gilt, den richtigen Zeitpunkt zu wählen sowie die geeignete Ausleitstelle. Ausserdem muss das abgezapfte Blut aus der Vene frei fliessen.
Der Aderlass dient zur Vorbeugung, Entgiftung und Entstrahlung. Das entnommene Blut wird durch Körperflüssigkeit ersetzt, wodurch ein Verdünnungseffekt erzielt wird. Spontanes Nasenbluten kann als vergleichbare Selbsthilfemassnahme des Körpers angesehen werden.
Vergleichbare Verfahren sind  Schröpfen und  Blutegel. Ausgeführt werden dürfen sie nur von einem Arzt oder ausgewiesenen Naturarzt.

Literatur:
Neue Vitalität für Körper und Seele (Ausleitung), ISBN: 3-426-76138-6

Akupressur, Akupunktur
Das Wissen um die harmonisierende und schmerzstillende Wirkung, die durch Reizung bestimmter Hautpunkte erreicht werden kann, entstammt der traditionellen Chinesischen Medizin. Im Laufe der Zeit entwickelte sich daraus ein umfangreiches Therapiesystem. Dieses beruht auf der Erkenntnis, dass im Körper Lebensenergie durch Energiebahnen, so genannte Meridiane, zirkuliert. Über diesen Meridianen befinden sich auf der Haut viele Punkte, in denen die Energie konzentriert zur Oberfläche geleitet, oder aufgenommen wird. Die Meridiane und Punkte haben Entsprechungen auf bestimmte, ihnen zugewiesene Organe. Eine Störung des Energiestromes kann sich durch Druckempfindlichkeit oder Schmerzhaftigkeit äussern.
Die Behandlung erfolgt bei der Akupressur mittels Fingerdruck auf die diagnostizierten Punkte. Bei leichteren Beschwerden kann Akupressur als Selbsthilfe angewendet werden.

Jin Shin Do Akupressur (übersetzt: der Weg des mitfühlendenGeistes) ist eine Akupressur-Methode, die dem Erneuern, Harmonisieren und Stärken der Lebensenergie dient. Am bekleideten Körper werden jeweils 2 Akupunkte auf den Energieleitbahnen (Meridiane) nach bestimmten Kriterien, mit sanftem Fingerdruck miteinander verbunden. Jin Shin Do hilft bei Beschwerden und Störungen auf der körperlichen Ebene; ebenso ist es ein Weg, Körper, Gefühle und Gedanken bewusster wahrzunehmen und zu einem ganzheitlichen Gleichgewicht zu kommen.

Bei der Akupunktur werden dünne Nadeln in die entsprechenden Punkte eingestochen, wo sie für ca. 5 - 30 Minuten belassen werden. Die Wirkung ist meist direkter als bei der Akupressur.
Aus der Sicht der chinesischen Medizin ist eine Störung der Lebensenergie meist die Ursache einer Krankheit. Durch die Behandlung der Punkte wird der Energiefluss normalisiert, d.h. Blockaden aufgehoben oder Schwächen ausgeglichen. Aus diesem Grund wird der Akupunktur und ähnlichen Verfahren grosse Bedeutung beigemessen. Es scheint möglich, damit alle Erkrankungen günstig zu beeinflussen, oder zumindest andere Heilverfahren wirksam zu ergänzen. Richtig angewendet sind von der Akupunktur keine Nebenwirkungen bekannt.

Als weitere Behandlungsmöglichkeit sei noch die Elektroakupunktur erwähnt. Anstelle der Nadeln wird ein niederfrequenter Strom zwischen 1,5 und 9 Volt auf die Punkte übertragen. Die Wirkung ist ähnlich gut wie bei der Akupunktur.

Die Farbakupunktur ist eine Kombination aus Akupunktur und Farbtherapie

Die Akupunkt-Massage-nach Penzel (APM) ist eine spezielle Massage der Meridiane des Körpers, die auf der Grundlage der Akupunktur beruht, wobei allerdings niemals genadelt wird. Statt dessen wird die APM mit einem Massagestäbchen ausgeführt, das man mit sanftem Druck über die Hautoberfläche gleiten lässt. Dieser zarte Behandlungsreiz reicht aus, die Eigenregulationsmechanismen im Organismus anzuregen. Erst wenn die primären Energieflussstörungen im Meridianbereich beseitigt worden sind, kann zusätzlich der Akupunkt mit Druck und/oder Vibration gereizt werden. Erst am schmerzfreien Patienten werden mit weichen Bewegungen Gelenkblockaden gelöst und Störfelder beseitigt.
Die APM wurde in dieser Weise von Willy Penzel begründet und trägt deshalb seinen Namen.

Akupunktur-Massage (APM) arbeitet in etwa nach den Prinzipien der Akupunkt-Massage. Hinzu kommen noch zwei erweiterte Verfahren, nämlich die Energetisch-Statische-Behandlung (ESB) und die Ohr-Reflexzonenkontrolle nach Radloff. Mit ESB lassen sich Wirbelsäule und Körpergelenke wirkungsvoll und dennoch sanft behandeln. Mit der Ohr-Reflexzonenkontrolle nach Radloff ergeben sich vielfältige Befund- und Kontrollmöglichkeiten, da die Ohrmuschel Träger von Reflexionspunkten des Körpers ist.

Akupunktur-Massage nach Radloff
Klaus Radloff unterrichtete, nachdem er schon fast 20 Jahre auf dem Gebiet der manuellen Therapie tätig gewesen war, zwischen 1975 und 1981 zusammen mit Willy Penzel dessen Akupunkt-Massage. 1982 trennte er sich von Penzel und betreibt seither in der Schweiz das Lehrinstitut für ESB/APM.
Anhand der Ohr-Reflexzonen-Kontrolle nach Radloff ist ein energetisch exakter Befund der inneren Organe und Meridiane, der Körpergelenke und Wirbelsäule möglich. Dabei wird die Ohrmuschel, auf der sämtliche Organe und Meridiane reflektorisch abgebildet sind und bei Störungen druckempfindlich reagieren, systematisch abgetastet. Die Druckempfindlichkeit der Reflexzone wird nach einer erfolgreichen Therapiemassnahme für den entsprechenden Bereich sofort abgebaut und ermöglicht so auch eine Erfolgskontrolle der Behandlung, wenn vorher keine vergleichbaren Bewegungseinschränkungen oder Schmerzzustände vorlagen.
So kann beispielsweise über eine Ohr-Reflexzonen-Kontrolle der Ursprung von Kniegelenkschmerzen rasch gefunden werden. Reagiert nämlich nicht die Kniezone am Ohr, sondern etwa die Reflexzone des Kreuzbein-Darmbein-Gelenks, können durch eine entsprechende Behandlung der Beckengelenke die Beschwerden u. U. sofort behoben werden, während Massnahmen im Bereich der Knie scheitern müssten. Reagiert dagegen z. B. die Blasen- und Nierenzone und bestätigt der Patient eine wiederholte Pilzinfektion der Harnwege (die durch Medikamente erfolglos behandelt wurde), kann diese ebenso wie die Knieschmerzen über eine entsprechende ESB/APM-Behandlung abgebaut oder ganz behoben werden.

Alexander-Technik
Diese Methode wurde vom Schauspieler F.M. Alexander entwickelt. Aufgrund äusserst genauer Beobachtungen und Experimenten an sich selbst, erkannte er die Ursache für seine Stimm- und Atembeschwerden. Diese lag im ungünstigen Gebrauch seiner selbst. Darunter versteht man Verhaltensmuster, welche den Menschen in seiner geistig-körperlichen Einheit stören und so verschiedene Beschwerden auslösen können. Das Ziel der F.M. Alexander-Technik ist der natürliche, gut koordinierte Einsatz der ganzen Person während den Tätigkeiten des Alltags. Die F.M. Alexander-Technik lehrt, gewohnte, unbewusste und automatische Reaktionen zu erkennen. Bewegungen, Gefühle und Verhalten können bewusster wahrgenommen werden. Sie lehrt, dass ein Entscheid darüber möglich ist, ob diese beibehalten, weggelassen oder verändert werden sollen. Nicht um die "richtige" Haltung oder die Art und Weise der Bewegung geht es, sondern um den angemessenen, ungezwungenen Einsatz der Energie in den verschiedenen Aktivitäten. Lehrpersonen der F.M. Alexander-Technik führen in ihren Lektionen durch Situationen und Abläufe des Alltags wie stehen, gehen, aufstehen, am Schreibtisch arbeiten, sprechen oder ein Werkzeug handhaben. Mit manuellen und verbalen Anleitungen unterstützen sie eine wohlkoordinierte Art des Umgangs ihrer Schüler/innen mit sich selbst. Die Alexander-Technik zeigt einen Weg, natürlich und aufrecht zu leben. Sie ist ein Lernprozess, der im Alltag weiter wirkt.

Literatur:
Alexander-Technik im Alltag / Drake, Jonathan / Kösel
Die Alexander-Methode / Felix Riemkasten / Haug
Die universelle Konstante im Leben / Alexander F.M. / Karger

Aromatherapie, Aromatologie
In der ägyptischen Heilkunde fand man bereits ca. 4000 v. Ch. Hinweise auf angewandte Aromatherapie. Im 13. Jahrhundert erlebte sie in Frankreich einen Höhepunkt, geriet jedoch aufgrund der synthetischen Herstellung künstlicher Essenzen, welche weniger wirksam waren, im 19. Jahrhundert in Vergessenheit. Durch die Naturmedizin wurde sie in den letzten Jahren wieder entdeckt und erfreut sich inzwischen grosser Beliebtheit. In der Aromatherapie werden ätherische Pflanzenöle verwendet. Ein breites Sortiment steht für die verschiedensten Indikationen zur Verfügung. Die Aufnahme erfolgt über die Nase durch Verdampfen im Raum, innerlich, durch Inhalation, als Gurgelwasser, Wickel oder als Badezusatz. Die verschiedenen. Anwendungen können auch kombiniert werden. Zur Selbstbehandlung empfiehlt sich das Studium entsprechender Literatur oder die Befragung eines Therapeuten. Nebenwirkungen sind meist auf falsche Dosierung oder allergische Überreaktionen zurückzuführen. Die Aromastoffe wirken auf der "feinstofflichen Ebene" und begünstigen so die seelisch-geistige Harmonisierung, welche sich positiv auf den Körper überträgt. Das bietet vor allem in unserer Zeit, wo viele Leiden seelisch-nervös (psychosomatisch) bedingt sind, gute und einfache Anwendungsmöglichkeiten.
Aromatologie befasst sich zusätzlich mit der Anwendung der Aromatherapie in Pflegeberufen, in den pädagogischen und heilpädagogischen Arbeitsbereichen und in der Psychotherapie. Auch Lebens- und Gesundheitsberatung werden in der Aromatologie miteingeschlossen.

Literatur:
Duftheilkunde / Rene Strassmann / AT
Das Aromatherapie Heilbuch / R. Tisserand / Windpferd
Praktische Aromatherapie / Shirley Price / Urania

Atemtherapie (Atemschulung)
Atmen und Leben sind sehr eng miteinander verknüpft. Ohne Atemluft lebt der Mensch nur wenige Minuten. Die Wichtigkeit der richtigen Atmung führte schon in der Antike zur Entwicklung bestimmter Atemtherapien. Einatmung bedeutet Aufnahme von Lebensenergie und Ausatmung die Freigabe von verbrauchten und schädlichen Stoffen. In der Atmung widerspiegelt sich sehr deutlich die jeweilige Gemütsverfassung. Zwischen Atmung, Körper und Psyche bestehen enge Zusammenhänge. Spannung oder Gelassenheit findet direkten Ausdruck in der Atmung. In der Umkehrung bedeutet dies, dass über die bewusst richtige Atmung Störungen in Körper und Psyche positiv beeinflusst werden können. Die Atemtherapie stellt eine ganzheitliche Behandlung dar, welche sich besonders zur Gesundheitsvorsorge und als ergänzende Therapie eignet. Als Selbsthilfe empfiehlt sich viel Bewegung in der frischen Luft. Atemübungen sollten unter fachlicher Anleitung erlernt werden, da sich bei falscher Anwendung Atemstörungen einstellen können. Das Gebiet der Atemübungen ist vielfältig. Die Atemübungen werden teils mit Entspannungs- und Kräftigungsübungen, mit dynamisch gestalteten Bewegungen und mit konzentrativ, meditativer Schulung verknüpft.

Literatur:
Das Atem-Heilbuch / Werner Koch / Windpferd
Richtig Atmen - aber wie? / V. Schmid-Eschmann / Midena
Integrale Atemschule / Klara Wolf / Humata
Atemkraft - Lebensmut - Gelassenheit / Maja Wolf

Augendiagnose, Irisdiagnose
Die Augen sind der Spiegel der Seele, besagt ein altes Sprichwort. So verrät ein Blick in die Augen oft mehr als viele Worte und schon die Ärzte des Altertums wussten aus den Augen zu lesen. Nicht nur der Gemütszustand, sondern auch die Konstitution sowie körperliche Beschwerden sind für den geübten Diagnostiker ablesbar. Die Irisdiagnostik geht davon aus, dass sich in der Regenbogenhaut des Auges viele Organe des menschlichen Körpers widerspiegeln. Kleinste, für den Laien nicht sichtbare Veränderungen der Iris in Farbe und Struktur, können somit Hinweise geben auf Störungen in den entsprechenden Organen. Akute Entzündungen zeigen sich ebenso wie chronische Krankheiten, und es entsteht ein Bild des gesamten Gesundheitszustandes. Die Untersuchung der Iris erfolgt mit einer starken Lupe oder mit dem Irismikroskop. Sie ist ohne Risiko und schmerzlos. Die richtige Interpretation bedarf fundierter Kenntnisse und grosser Erfahrung.

Literatur:
Deine Augen, das Tor zur Seele / J.+C. Weser / Goldmann Tb.
Die Kunst der Irisdiagnose / Nico Bos / Scherz

Aurikulotherapie (Ohrakupunktur)
Die Aurikulotherapie ist eine Form der Akupunktur, welche sich auf das Ohr bezieht. Am Ohr finden sich verschiedene Bezugspunkte zu entsprechenden Organen, ähnlich wie bei den Fussreflexzonen. Diese Reflexpunkte werden mittels Akupunkturnadeln gezielt gereizt und beeinflussen so die entsprechenden Organe. Neben den bekannten Akupunkturnadeln werden heute auch die Fingerdruckmassage, die Farbpunktur sowie Magnetclips am Ohr angewendet. Die Aurikulotherapie ist eine unterstützende und begleitende Therapieform und wird z.B. bei der Suchtentwöhnung von Rauchern sowie bei Allergien angewendet.
Literatur:
Kompendium Ohrakupunktur / H. P. Ogal / KVM-Kloster

Autosuggestion
siehe Couéismus

Ayurveda
Das Wort Ayurveda stammt aus der alten indischen Hochkultur und setzt sich aus Ayur = langes Leben und Veda = Wissen zusammen. Die Lehre von den drei sogenannten Doshas (oder Bioenergien) bilden den Kern des Ayurveda. Vata, Pitta und Kapha, so die Namen der drei Doshas, bestimmen alle leibseelischen Funktionen. Krankheiten entstehen dann, wenn die Doshas ins Ungleichgewicht geraten. Ziel der Behandlung mit Ayurveda ist nicht ein schnelles Beseitigen der Beschwerden, sondern eine ganzheitliche Umstimmung in Körper, Seele und Geist herbeizuführen. Deshalb liegt der Schwerpunkt in der Ayurveda-Behandlung auf dem Annehmen einer gesunden Lebensweise und damit auf dem Erhalten der Gesundheit. In der Ayurvedischen Medizin werden viele Mittel eingesetzt. Eine sehr wichtige Rolle spielt die Ernährung, denn sie beeinflusst über den Stoffwechsel direkt alle Organe. Deshalb werden viele Arten von pflanzlichen und mineralischen "Diäten" angewendet, je nach der Modalität der zu beeinflussenden Doshas. Auch Meditation, Tiefenentspannung, Atem- und Körperübungen, individuelle (Öl-) Massagen, sowie der Einsatz von Musik und Kunst gehören zum Repertoire der ayurvedischen Medizin. Ayurveda ist in diesem Sinn keine Krankheits-, sondern eine ausgesprochene Gesundheitslehre.

Literatur:
Ayurveda / Vinod Verma / Urania / 250 S. gebunden
Ayurveda -schön und gesund / Melanie Sachs / Windpferd
Ayurveda wirkt natürlich / E. Hosbach.../ Windpferd / 128 S.
Die Kunst der Ayurveda Massage / Kösel, ISBN: 3-466-34375-5

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B

Bach-Blütentherapie
Diese Therapie ist nach ihrem Erfinder Dr. Edward Bach (1880-1936) benannt. Er war der Überzeugung, dass Krankheit letztlich durch einen Konflikt zwischen Seele und Geist entsteht. Dieser Konflikt liegt nach Dr. Bach darin begründet, dass man durch "eigene weltliche Bedürfnisse oder fremde Einflüsse von dem Pfad abweicht, den die Seele weist". Dr. Edward Bach ermittelte 38 wild wachsende Blüten, die jeweils einen bestimmten negativen Gemütszustand positiv beeinflussen. So kann die organische Krankheit heilen, weil der negative Gemütszustand ausgeglichen wurde. Voraussetzung für eine erfolgreiche Behandlung mit Bach-Blüten ist also eine genaue Diagnostizierung des Gemütszustandes des Patien-ten, um dann das "massgeschneiderte" Blütenmittel zu finden. Auch Mischungen von mehreren Essenzen sind möglich. Die Wirksamkeit der Bach-Blütentherapie hat sich in der Praxis vielfach bestätigt.

Literatur:
Handbuch kal. und engl. Blütenessenzen / P. Kaminski / AT
Bach-Blütentherapie / Mechtild Scheffler / Irisiana / 304 S.
Das praktische Handbuch zur Bach-Blütentherapie / G. Biome / Bauer

Baunscheidtieren
Erfinder des Baunscheidtierens ist Carl Baunscheidt (1809-1874). Die von ihm entwickelte Technik wird auch als "Akupunktur des Westens" bezeichnet. Sie funktioniert nach dem Prinzip des Ab- und Ausleitens von Krankheitsstoffen. Hierfür wird die Haut oberflächlich gereizt mittels einer Rolle (bzw. Scheibe) mit feinen Nadeln. Durch Einmassieren des Baunscheidtöls in die zuvor entstandenen kleinen Hautwunden erreicht man eine Hautreizung, die zu einem Ausschlag mit kleinen Pusteln führt. Giftstoffe werden so nach aussen geleitet.

Literatur:
Baunscheidt - Die Akupunktur des Westens / G.Kirchner / Ariston

Bewegungstherapie
siehe Tanz- und Bewegungstherapie

Bindegewebemassage
Die Bindegewebemassage versucht einerseits das stützende Bindegewebe zwischen den Muskeln und der Haut über eine intensive Anregung der Durchblutung zu entschlacken, aufzulockern und so von Verhärtungen und Stauungen zu befreien. Andererseits berücksichtigt sie die obenerwähnte Feststellung, dass gerade solche Stoffwechselrückstände und Härtungen im Bindegewebe einschliesslich ihrer Druckempfindlichkeit Hinweise auf Funktionsstörungen zugeordneter Organe geben, die durch gezielte Massage behandelt werden können.
Mit scharfen, ziehenden und dehnenden Fingerstrichen, die der Massierte oft wie ein Ritzen oder Schneiden an der Haut empfindet, werden starke Reize an der Hautoberfläche und im tiefliegenden Bindegewebe gesetzt. Die Hautrötungen (Striche) zeigen sofort die intensive Durchblutung der massierten Zonen an.
Diese trägt zur Entschlackung des Bindegewebes bei und kann so von Verspannungen und Schmerzen im Rücken, Hals und Kopf oder im ganzen Bewegungsapparat befreien. Gleichzeitig werden der gesamte Stoffwechsel und über die Reflexzonen die inneren Organe stimuliert. Auch eine allgemeine Regenerierung, Vitalisierung und Leistungssteigerung wird oftmals festgestellt.

Bio-Chemie (Schüsslersalze)
Die Bio-Chemie, von der hier die Rede ist, hat nichts mit der naturwissenschaftlichen Bio-Chemie zu tun. Das Naturheilverfahren der Biochemie wird auch als "abgekürzte Homöopathie" bezeichnet. Sicher ist sie mit der Homöopathie nahe verwandt, aber die Biochemie gebraucht nur 12 Substanzen (plus ev. 12 Ergänzungsstoffe) in drei Potenzen.
Der Arzt Wilhelm Heinrich Schüssler (1821-1898) ging davon aus, dass fast alle Krankheiten durch Störungen im Mineralstoffhaushalt der Zellen entstehen, und dass der Körper durch Zufuhr dieser anorganischen Stoffe in homöopathischer Potenz, geheilt werden kann; d.h. die zugeführten Substanzen beseitigen die Störungen im Zellstoffwechsel und regen den Körper an, die benötigte Substanz wieder aus der Nahrung zu nehmen.
Die Biochemie wird als zu einseitig kritisiert, weil sie andere Krankheitsursachen gar nicht berücksichtigt, und ausschliesslich mit Mineralstoffverbindungen arbeitet. Trotzdem darf nicht vergessen werden, dass die Behandlung mit Schüsslersalzen bei einer grossen Reihe von Krankheiten guten Erfolg erzielt.

Literatur:
Mineralstoffe nach Dr. Schüssler / R. Kellenberger u. F.Kopsche / AT

Bioresonanztherapie
Die Bioresonanztherapie macht sich die Entdeckung zunutze, dass der menschliche Körper von einem extrem schwachen, aber messbaren elektromagnetischen Feld durchdrungen und umgeben ist. Bei Krankheiten verändern sich die harmonischen Schwingungen des elektromagnetischen Feldes in disharmonische. Mittels Elektroden lassen sich diese Schwingungen über ein Kabel in ein Therapiegerät mit Messteil leiten. So können z.B. die Akupunkturpunkte ausgetestet werden. In der anschliessenden Therapie wird versucht, die harmonische Energie wieder in den Körper zu bringen; die disharmonischen Schwingungen werden "umgekehrt" und löschen sich so im Körper aus. Der Patient erhält also nicht Strom oder Energie von aussen, es werden zur Behandlung nur seine körpereigenen Schwingungen eingesetzt.

Literatur:
Bioresonanz-Therapie /.Reinold D. Will /.JOPP

Blutegel
Die Therapie mit Blutegeln funktioniert nach dem Prinzip des Ab- und Ausleitens. Vergleichbar ist diese Therapie mit dem Aderlass, da es bei der Behandlung zu Blutverlusten von 30-250 ml kommt. Zusätzlich tragen zur Heilung auch die entzündungs- und blutgerinnungshemmenden Stoffe bei, welche die Egel beim Biss abgeben; dadurch wird das Blut dünnflüssiger, die Durchblutung wird verbessert und Blutstauungen beseitigt.

Literatur: Blutegel-Therapie / Peter Pukownik / Südwest
Aschner-Fibel / Dr. med. U. Abele und Dr. E. Stiefvater / Haug

Breuss
siehe Wirbelsäulentherapie nach Dorn und Breuss

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C

Chakra-Therapie
Die Chakras können als feinstoffliche Energiezentren umschrieben werden. Sie sind Regulatoren der kosmischen Energie, welche den Menschen mit dem Kosmos verbinden. Hellsichtige und Sensitive könnten die davon ausgehenden mehrschichtigen Energiehüllen als Aura wahrnehmen. Von Malern wurden sie als Heiligenschein dargestellt. Die sieben Hauptchakras sind wie folgt angeordnet: Am Steissbein (Wurzelchakra), über der Milz, über dem Nabel (Solarplexus), über dem Herz, über.dem Kehlkopf, zwischen den Augenbrauen (drittes Auge) und auf dem Scheitel. Anhand der Farben und Intensität der Aura kann auf den Energiefluss des Menschen geschlossen werden sowie auf dessen Bewusstseinszustand und Wohlbefinden. Ungleichgewichte und Blockaden können so gezielt angegangen werden. "Chakren sollte man niemals entwickeln, ohne das moralische Leben zu verstärken, weil sie sonst von luziferischen Kräften ergriffen werden", so eine Mahnung des Sehers Rudolf Steiner.

Literatur:
Die Chakras / C.W. Leadbeater / Bauer
Das Chakra-Handbuch / S.Sharamon. B.Baginski / Wind pferd
Das Arbeitsbuch zu den Chakras / K.Volimar / Kailash

Chinesische Medizin
Die traditionelle chinesische Medizin (TCM) ist die älteste Schulmedizin der Welt und fasziniert sowohl Laien als auch Fachleute. Akupunktur ist das im Westen wohl geläufigste Verfahren der chinesischen Medizin. Diese stellt jedoch nur einen kleinen Teil der umfassenden Behandlungsmethoden dar. In China sind über 5000 Heilpflanzen sowie mineralische und tierische Heilmittel bekannt. Aber auch Atem- und Bewegungstherapien, Wärmebehandlungen (Moxa) und Massagen (Tuina, An-Mo) werden angewandt. Qi Gong (Konzentrations-, Atem- und Körperübung), Yin und Yang (Lehre der Entsprechungen), Tai Chi Chuan (Schattenboxen) sind weitere bekannte Begriffe der traditionellen chinesischen Medizin. Aufgebaut ist die TCM auf dem Medizinverständnis, dass der Mensch in ein Kräftesystem zwischen Himmel und Erde eingebettet ist. Gemäss seiner Konstitution und seinem Umfeld reagiert er individuell darauf. Es werden nicht einzelne Funktionen, sondern ganze Funktionskreise miteinbezogen. Von Bedeutung ist die Erkenntnis über die Wechselbeziehungen zwischen den verschiedenen Körperfunktionen, aber auch zwischen Körper und Seele. Sofern die Lebensenergie "Qi" ungehindert fliessen kann, bleibt der Mensch gesund. Störungen und Blockaden gilt es aufzuspüren und durch sanfte Verfahren und Methoden wieder in Fluss zu bringen. Richtig angewandt entstehen so gut wie keine Nebenwirkungen.

Literatur:
Das grosse Handbuch der chinesischen Naturheilkunde / J.Stuhlmacher / Windpferd
Das grosse Buch der chinesischen Medizin / T.J. Kaputchuk / Barth
Die alte Heilkunst der Chinesen / W.G.A. Schmid / Herder

Chirotherapie
Chirotherapie gehört zu den ältesten Therapieformen. Schon in der Antike war bekannt, dass gewisse Beschwerden durch Manipulationen am Körper des Patienten gelindert oder geheilt werden können. Man geht davon aus, dass bereits kleinste Verschiebungen von Knochen (speziell Wirbeln) zu zahlreichen Beschwerden führen können. Durch die Nervenwurzeln, die von der Wirbelsäule fortgeleitet werden, können die Beschwerden, die durch solche Verschiebungen entstehen, fast überall am Körper auftreten. Chirotherapie muss immer von einer ausgebildeten Fachkraft ausgeführt werden. Es wird zuerst die Wirbelverlagerung genau diagnostiziert (teilweise mit Röntgenbildern), um sie dann durch mechanische Manipulationen am Skelett wieder "einzurenken". Gereizte, schmerzende Nervenbahnen werden entlastet, was manchmal zu sofortiger Schmerzfreiheit führt.

Literatur:
So hilft mir die Chirotherapie / M. Weber / ISBN: 3-89373-409-0

Colon-Hydrotherapie (Darmspühlung)
Ungünstige Ernährung und Bewegungsmangel können Ursache sein für eine mangelnde Funktion des Dickdarmes. Dadurch entstandene Gifte verursachen verschiedene Gesundheitsprobleme. Bei der Colon-Hydrotherapie geht es darum, den Dickdarm (Colon) zu entgiften. Dies geschieht mittels möglichst schonender Darmspülung. "Klistier" oder "Einlauf" sind gängige Begriffe für das anale Einlaufenlassen von Spülflüssigkeit (meist warmem Wasser), wodurch Ablagerungen und Gifte schonend aus dem Darm gespült werden. Es wurden spezielle Geräte entwickelt, welche eine besonders schonende Anwendung gewährleisten. Allmählicher Entzug von Abführmitteln und die Umstellung auf ballaststoffreiche Kost werden gleichzeitig angestrebt.

Literatur:
Die natürliche Darmsanierung / H. Kovacs, M .Preuk / Südwest
Colon-Hydro-Therapie / M. Ulrich / JOPP

Couéismus (Autosuggestion)
Die nach Ihrem Erfinder (Emile Goué 1857-1927) benannte Therapie gehört zu den wichtigsten Wegbereitern der Autosuggestionstherapie. In seiner Apotheke behandelte Emile Goué manche Patienten mit einer speziellen Medizin. Diese bestand jedoch in Wirklichkeit nur aus gefärbtem Wasser. Trotzdem wurden die Patienten davon geheilt. Nachdem er sich mit dem Phänomen genauer befasst hatte, kam er als mögliche Erklärung auf die Hypnose. Goué suchte den Kontakt zu Hypnoseforschern. Für seine eigne Theorie gewann er daraus folgende grundlegende Erkenntnisse: Hypnose wirkt nicht durch die Suggestion des Therapeuten, sondern über die dadurch aktivierte Vorstellungskraft des Hypnotisierten. Stimmt der Wille eines Menschen nicht mit seinen Vorstellungen überein, so obsiegen gewöhnlich die Vorstellungen. Deshalb erreicht man mit Suggestion mehr, als mit Willen möglich wäre (z.B. Beeinflussung der Körperfunktionen). Dafür gab er eine einfache, mittlerweile sehr bekannte Generalformel: "Mit jedem Tag geht es mir in jeder Hinsicht immer besser und besser". Es ist eine einfache aber sehr wirksame Autosuggestionstherapie, die heute wieder immer mehr Anhänger findet (z.B. Mentales Training).

Literatur: Autosuggestion / Emile Coué / Oesch
Mentaltraining und Autosuggestion / Emile Coué / Oesch
Wer lacht, hat mehr vom Leben / C. Hendel/ Midena

Cranio-Sacral-Therapie (Kraniosakral Therapie)
In der Cranio-Sacral-Therapie wird davon ausgegangen, dass der rhythmische Fluss des Gehirnwassers für das Wohlbefinden des Menschen von grosser Bedeutung ist. Dieser Gehirnwasserfluss pulsiert normalerweise in einem Rhythmus von 6 - 12 Zyklen pro Minute vom Schädel (Granio) zum Kreuzbein (Sacrum). Dabei werden die empfindlichen Nervenstrukturen versorgt und geschützt. Harmonisch bewegt werden so auch die einzelnen Knochen vom Schädel bis zum Kreuzbein. Entsteht eine Störung des Gehirnwasserflusses, so kann eine Vielzahl von Beschwerden auftreten. Die Aufgabe des Cranio-Sacral-Therapeuten ist es nun, Blockierungen dieses rhythmischen Flusses zu erspüren und während der Behandlung durch spezielle, sehr sanfte Drucktechniken wieder aufzulösen. Dadurch können Selbstheilungskräfte des Körpers aktiviert und eine tiefgreifende Heilung eingeleitet werden. Die Cranio-Sacral-Therapie kann auch mit gutem Erfolg bei Kindern angewendet werden.

Literatur:
Rhythmus und Berührung / Goldmann / ISBN: 3-442-13828-0
Auf den inneren Arzt hören / J. Upledger / Irisiana

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D

Dorn
siehe Wirbelsäulentherapie nach Dorn und Breuss

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E

Edelstein-Therapie
Das Wissen um die Kräfte und Energien von Edelsteinen wurde aus Zeiten uralter Hochkulturen überliefert. Dieses Wissen, und dessen Umsetzung zur Stärkung, Harmonisierung und Heilfindung, wird heute zunehmend aktualisiert. Mit der Übertragung der lichtvollen, hochfeinen Schwingung edler Steine in unser Wesen wird unsere aurische, energetische Stärkung und Balance aktiviert. Darüber erhöhen und harmonisieren sich die Eigenschwingungsfrequenzen. Dies ermöglicht es, die innewohnenden Selbstheilungstendenzen und Selbsterkenntniskräfte zu finden, zu wecken und zu aktivieren. Das Tragen einzelner Edelsteine als "Begleiter" ist eine erste, einfache Art hierzu. Eine gute, gezielt tief-ganzheitliche Edelsteinbehandlung vermittelt nur ein erfahrener Therapeut. Sie setzt viel Einfühlungsvermögen, Sachkenntnis, intensive Beratung und Begleitung voraus.

Literatur:
Edelstein- und Kristalltherapie / Jane Ann Dow / Ansata
Edelsteintherapie / Helmut Hofmann / Irisiana
Die Geheimnisse edler Steine / U. Klinger-Raatz / Windpferd

Elektroakupunktur
siehe Akupressur-Akupunktur

Elektrotherapien
Elektrogeräte werden in der Schul- sowie Erfahrungsmedizin vielfältig therapeutisch eingesetzt. Mittels schwacher elektrischer Impulse wird das Gewebe stimuliert, was durchblutungsfördernd und schmerzlindernd wirken kann. Je nach Art der Behandlung spricht man von Galvanotherapie, Diathermie, Reizstrom- oder Hochfrequenztherapie. Die bekannteste Methode in der Erfahrungsmedizin ist die Elekrtoakupunktur nach Dr. Voll (EAV). Diese stützt sich auf die Lehre der Energieleitbahnen und der Akupunkturpunkte aus der chinesischen Medizin. Anstelle von Nadeln werden schwache Stromstösse in den Körper geleitet. Weitere therapeutische Anwendung von Elektrogeräten finden wir in der Bioresonanz-Therapie.

Literatur:
Kompendium der Elektroakupunktur nach Voll / H. Rossmann / Haug

Ernährung
Mit der eigenen Ernährungsform hat der Mensch die Möglichkeit, sich positiv oder negativ zu beeinflussen, denn was wir als unsere Nahrung in uns aufnehmen, muss zweifellos grosse Auswirkungen auf unser geistiges und körperliches Sein haben. Davon zeugt das Sprichwort: "Du bist, was du isst." Hierin liegt ein grosser therapeutischer Nutzen, der von zahlreichen Ernährungsberaterlinnen und Interessensgemeinschaften erkannt und erfolgreich umgesetzt wird. Der Trend eines wachsenden Ernährungs- und Gesundheitsbewusstseins geht in Richtung Vegetarismus und Vollwerternährung. Bei der fleischlosen Ernährungsweise spielt neben den gesundheitlichen Aspekten ebenfalls das ästhetische und ethische Empfinden eine wesentliche Rolle. Aber auch Anhänger der Rohkost, Makrobiotik und Trennkost sind immer zahlreicher. Gleichzeitig wachsen das Bedürfnis und die Nachfrage nach qualitativen Produkten biologisch natürlicher Herkunft und artgerechter Tierhaltung.

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F

Familienstellen
Familienstellen beruht auf dem Grundgedanken, dass jeder Mensch von den Schicksalen in seinem Familienverband auf besondere Weise psychisch betroffen ist, d. h. jede Lebensgeschichte, jedes Dasein oder Nicht-Dasein innerhalb einer Familiengemeinschaft hat oft unbewusste Auswirkungen auf die Lebensgestaltung jedes Familienmitglieds. Besondere Bedeutung haben dabei auch bereits verstorbene Angehörige mit einer schwierigen Lebensgeschichte. Um nun solche Zusammenhänge und ihre Auswirkungen auf das Befinden der Betreffenden erkennen und verstehen zu können, werden Familienbeziehungsfelder nachgestellt. Der Ratsuchende gibt andern Kursteilnehmern eine bestimmte Rolle in seinem Familienspiel. Die Teilnehmer stellen sich genau nach den Anweisungen des Ratsuchenden auf, z. B. als Geschwister, Eltern, Kinder, Vorfahren etc. Die den Familienstellern intuitiv zugeordneten Positionen werden dann mit Hilfe des Familienstell-Therapeuten analysiert und die Statisten geben Auskunft über ihr Befinden an ihrem zugeordneten Platz. Problematisch empfindende Familiensteller werden "umgestellt", bis sich die neu gefundenen Plätze für alle Beteiligten positiv anfühlen. Im Laufe dieser Umstellungen treten Verstrickungen und besondere Verbindungen innerhalb der Familiengemeinschaft klarer hervor und es kann daraus eine Lebenshilfe für den Ratsuchenden entstehen, wenn er problematische Programmierungen seinerseits erkennt und erlösen kann. "Familienstellen" wird auch in anderen Lebensbereichen immer häufiger eingesetzt, um in schwierigen Verhältnissen Klarheit zu bringen (z. B. an Arbeitsplätzen, in Institutionen etc.).

Literatur:
Anerkennen, was ist / Hellinger Bert u.a./ Verlag: Kösel
Die Mitte fühlt sich leicht an / Hellinger Bert / Verlag: Kösel
Finden, was wirkt / Hellinger Bert / Verlag: Kösel

Farbakupunktur
siehe Akupressur-Akupunktur

Farbakupunktur
siehe Farbtherapie

Farbtherapie
Bekanntlich stellen Farben eine Energieform dar, die als Farb- oder Lichtwellen auf uns einwirken. Die ganzheitlich wirksame Farbtherapie findet Anwendung in der Vorbeugung von Krankheiten oder als Begleittherapie körperlicher und seelisch-geistiger Störungen. Dabei wirken die Farb-Energien nicht nur über die Augen; aus neueren Forschungen geht hervor, dass auch andere Körperstrukturen auf die durch Farben erzeugten Wellen reagieren. Insbesondere beeinflussen die Farben das vegetative Nervensystem und die eng damit zusammenarbeitenden Drüsen. Dadurch ergibt sich eine umfassende Wirkung auf den gesamten Organismus. Eingesetzt werden spezielle Lampen mit verschiedenen Farbfiltern, mit denen die entsprechenden Körperpartien beleuchtet werden.
Bei der Farbakupunktur werden die Akupunkturpunkte mit kleinen Punkt-Farbstrahlern behandelt. Dies hat zur Folge, dass die Energiestörungen, vergleichbar der klassischen Akupunktur, harmonisiert werden.

Literatur:
Heilen mit Farben / Theo Gimbel / AT
Das Farben Heilbuch / W.-M. Hulke / Windpferd
Farben: Die Apotheke Gottes / P. Mandel / Mandel-Institut

Fasten
Unter Heilfasten darf keine radikale Schlankheitskur verstanden werden; es geht hier vielmehr darum, den Körper durch Fasten zu aktivieren. Weil man keine Nahrung zu sich nimmt, ist der Körper gezwungen, auf "Vorräte" zurückzugreifen. Dadurch werden auch viele Giftstoffe, entzündliche Abbauprodukte, Proteinablagerungen und Fettpolster abgebaut und ausgeschieden (Entschlackung, Entgiftung). Die Körperabwehr wird durch diese Vorgänge angeregt. Neben den körperlichen Auswirkungen einer Heilfastenkur sind aber auch die seelischen Vorteile unübersehbar. So findet durch die Entschlackung des Verdauungssystems eine allgemeine Umstimmung statt, durch welche Blockaden in den Selbstheilungskräften gelöst werden. Die seelisch-geistige Umstimmung durch die Heilfastenkur trägt zur tiefen Entspannung bei, hebt die Stimmung (positives Denken) und steigert die geistige Leistungsfähigkeit. Heilfasten sollte unter Kontrolle eines Therapeuten, und bei längeren Kuren in einer Klinik oder einem Sanatorium durchgeführt werden. Sehr beliebt sind auch Heilfastenkuren in Kombination mit Meditationen, weil sich dadurch besonders intensive geistig-seelische Wirkungen erzielen lassen.
Literatur:
Bewusst fasten / Rüdiger Dahlke / Urania
Heilfasten / Christian Kuhn / Herder

Feldenkrais
Die Feldenkrais-Methode wurde nach ihrem Erfinder, Dr. Moshe Feldenkrais, benannt. Sie hat die bewusste Wahrnehmung der eigenen Bewegungsabläufe zum Inhalt. Denn: Bewegungsmuster sind Lebensmuster, d. h. wie jemand sich bewegt, wie er auftritt und spricht, sein Ausdruck, Gestik und Gebaren beruhen auf dem Bild, das der betreffende Mensch von sich hat. Aufgrund des Äusseren lässt sich auch auf Inneres schliessen, und in der bewussten Wahrnehmung der eigenen Verhaltensmuster sieht Felderkrais die Möglichkeit zur Veränderung. Es wird in Gruppen, im Beisein eines Übungsleiters, unter dem Motto "Bewusstheit durch Bewegung" gearbeitet. In anschliessenden Einzelsitzungen geht es um die "funktionale Integration". Dabei wird der Schüler vom Lehrer sanft bewegt und kann sich so von eingefahrenen Bewegungsmustern befreien. Soll die Methode Erfolg haben, so ist es wichtig, dass die erlernten Bewegungen regelmässig geübt werden. So kann mit der Feldenkrais-Methode neben einer verbesserten Beweglichkeit eine positive Selbstentwicklung erreicht werden.

Literatur:
Feldenkrais, kurz und praktisch / Rainer Wilhelm / Bauer
Die Feldenkrais-Methode in Aktion / M. Feldenkrais / Junfermann
Gesundheit und Beweglichkeit / Zemach - Bersin / Kösel

Feng Shui

Feng Shui heisst übersetzt "Wind und Wasser" und ist eine alte Energielehre aus China. Wir sind überall von Energie umgeben. Jeder Ort hat seine eigene Qualität. Eine hektische Bahnhofshalle hat nicht dieselbe Atmosphäre wie eine gemütliche Leseecke zuhause. Ein einsamer Waldspaziergang hat eine andere Ausstrahlung als ein lebhaftes Einkaufszentrum. Die Umgebung, in der wir uns aufhalten, beeinflusst uns und unser Befinden meist unbewusst. Die alte chinesische Kunst des Feng Shui handelt davon, sich eine Umgebung zu schaffen, in der man sich wohl fühlt. Kleine Veränderungen am Arbeitsplatz oder zuhause können unser Wohlbefinden merklich beeinflussen. So wirkt eine dunkle Decke bedrückend, und eine hektische Tapete sowie allerlei angesammelter Kleinkram lässt uns nicht frei atmen. Etwas passende Farbe, und das Wegräumen von angestautem Sammelgut, wirkt erfrischend und belebend. Feng Shui möchte eine Umgebung schaffen, in der die Energien harmonisch fliessen, was die Chinesen mit "Qi" bezeichnen. Fliesst "Qi" zu schnell, so kann die Energie z. B. mit Quarzen gebremst werden. Verbreitete und einfache Hilfsmittel zur "Qi-Aktivierung" sind geschliffene Glaskristalle, spiegelnde Weihnachtskugeln und Klangspiele. Feng Shui möchte das Bewusstsein für unsere Umgebung sensibilisieren. Dass sich unser Lebensgefühl auf unser Wohlbefinden und unsere Gesundheit auswirkt, ist naheliegend. Der Feng Shui Berater versucht, Mensch und Umgebung nach energetischen Grundsätzen zu sehen und entsprechend der Kultur harmonisch abzustimmen, damit man sich wohlfühlen kann.

Literatur:
Feng Shui / Volker Peters / Urania
Räume der Kraft schaffen / Harald Jordan / Bauer
Das grosse Feng Shui Gesundheitsbuch / W. Gerstung / Windpferd

Fünf Tibeter
Unter der Bezeichnung die "Fünf Tibeter" versteht man ein ganzheitliches Energie-Programm, das ursprünglich von fünf tibetischen Mönchen entwickelt wurde. Dieses besteht aus fünf speziellen Körperübungen: dem Kreisel, der Kerze, dem Halbmond, der Brücke und dem Berg. Das regelmässige Ausführen dieser Übungen verspricht neben der Harmonisierung von körperlichen und geistigen Abläufen auch Vitalität, Zufriedenheit und Lebensfreude. Wichtig ist die tägliche Praxis, die, beginnend mit jeweils drei Übungen, von Woche zu Woche gesteigert wird. Die "Fünf Tibeter" sind einfach im Selbststudium zu erlernen und in den Alltag zu integrieren.

Literatur:
Die Fünf Tibeter / Peter Kelder / Integral Verlag
Erfahrungen mit den Fünf Tibetern / W. +B. Giliessen / Integral

Fussreflexzonenmassage
Die Fussreflexzonenmassage ist eine Therapieform, mit welcher der Mensch in seiner Gesamtheit behandelt wird, denn jedem Organbereich entspricht eine Zone an den Füssen.
Der gesamte Organismus des Menschen widerspiegelt sich in Form von Reflexzonen an den Füssen. Ueber die entsprechenden Fussreflexzonenpunkte werden Reize an das betreffende Organ weitergeleitet, um den Organismus zu harmonisieren und so den Menschen auf seelischgeistiger und körperlicher Ebene zu erreichen.
Die Massage stimuliert den Stoffwechsel und beeinflusst aus der Ferne die entsprechenden Organe.
Wie der Bodensatz im Glas kann sich an den Füssen einiges ansammeln.
Wird dies bewegt, hat der Körper die Möglichkeit, dies auszuscheiden und aufzuarbeiten.
Die Fussreflexzonenmassage ist sehr vielseitig anwendbar, weil die natürliche Lebenskraft des Menschen mit dem Reflex umzugehen weiss.
Positive Erlebnisse bei:
- Rückenschmerzen
- muskulären Verspannungen
- Verdauungsbeschwerden
- Kopfschmerzen
- hormonellen Belastungen
- Menstruationsbeschwerden
- rheumatischen Erkrankungen
- Allergien
- Krankheiten im Zusammenhang mit dem vegetativen Nervensystem
- chronischen Krankheiten

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H

Homöopathie
"Ähnliches werde durch Ähnliches geheilt!" Dieses Grundgesetz der Homöopathie fand Samuel Hahnemann (deutscher. Arzt, 1755-1843), nach Versuchen an sich selbst, bestätigt. Durch die Ähnlichkeit von Krankheitsbild und Arzneimittelbild, wird ein Arzneimittel erst zum homöopathischen Heilmittel. Das Arzneimittelbild wird durch die homöopathische Arzneimittelprüfung am gesunden Menschen ermittelt, bei der eine möglichst grossen Anzahl Menschen über die Wirkung einer zu prüfenden Arznei genauen Befund geben. Es sind keine grausamen Tierversuche notwendig. Da die übliche wägbare Form der Arznei dem Körper oft nicht zugänglich war, oder Nebenwirkungen zeigte, begann Hahnemann diese zu verdünnen. Seine Art zu verdünnen und zu verschüttein nannte er wegen der festgestellten, erhöhten Wirkungsweise "Potenzieren" oder "Dynamisieren" . Die Homöopathie unterstützt in ihrer Wirkungsweise die Eigenheilkräfte im Körper. Hierin unterscheidet sie sich wesentlich von der Allopathie (Heilverfahren der Schulmedizin), welche selber steuernd in den Organismus eingreift. Will man wirklich heilen, so muss die Krankheit an ihrem ursächlichen Ausgangspunkt behandelt werden. Dieser Ausgangspunkt ist die Störung im Bereich der Lebenskraft. Homöopathische Mittel wirken nicht primär auf das erkrankte Organ (Symptom) ein, sondern auf die Lebenskraft, die dieses steuert. Dadurch werden die Selbstheilungskräfte des Organismus angeregt. Die Lebenskraft entspricht einer Art Energie. Sie lässt sich folglich nur durch Energetisches beeinflussen. Homöopathische Heilmittel werden deshalb, ausgehend von einem Grundstoff, durch sehr starkes dynamisieren (verdünnen) in eine energetische Form gebracht. Je stärker ein Grundstoff verdünnt wird, desto stärker tritt der energetische Teil, die enthaltene Information, zutage. Obwohl eine Hochpotenz kein einziges Molekül der Arznei mehr enthalten kann, hat man damit oft erstaunliche Erfolge. Als Grundstoffe verwendet man Pflanzensäfte, Salze oder Minerale, reine Metalle, tierische Produkte wie Schlangen- oder Bienengifte oder gar Krankheitskeime. Homöopathische Heilmittel weisen viele Vorteile auf. Aus ihrer Anwendung sind keine Nebenwirkungen bekannt. Trotzdem sollte nicht leichtfertig herumexperimentiert werden, da falsche Anwendungen durchaus ungünstig beeinflussen können. Wegen ihrer Ungiftigkeit eignet sich die Homöopathie besonders auch bei der Behandlung von Kindern und Schwangeren. Zur Selbstbehandlung eignen sich nur leichte Akuterkrankungen. Schwere Erkrankungen gehören zur genauen Abklärung selbstverständlich in die Hände eines erfahrenen Homöopathen. Homöopathische Heilmittel sind übrigens sehr kostengünstig und die Homöopathie kann so ihren Beitrag zur Kosteneindämmung im Gesundheitswesen beitragen.

Literatur:
Homöopathie - Die Reise einer Krankheit / M.S. Jus
Was ist klassische Homöopathie? / Maurer, Grollmann
Selbstbehandlung im Alltag / U. Schrag

Horchschulung
Seit bald 50 Jahren werden die Wechselbeziehungen zwischen Gehör, Psyche, Stimme, Sprache und Körperbefinden erforscht, woraus die pädagogisch-therapeutischen Anwendungsmöglichkeiten entstanden. Das Ohr hat eine Sonderstellung unter den menschlichen Sinnesorganen. Es gibt kein Organ, das mehr Nervenverbindungen zu allen anderen Organen, einschliesslich dem Gehirn, aufweist, als das Ohr. Aus Untersuchungen ist bekannt, dass es bis zu 90% an der energetischen Aufladung und Stimulation der Gehirnrinde beteiligt ist. Daraus wird ersichtlich, wie Körper und Psyche direkt durch die Funktionstüchtigkeit der Ohren beeinflusst werden. Ein persönlicher Hörtest, auch wenn er keinen organischen Schaden nachweist, gibt Aufschluss über die individuellen Blockierungen in bestimmten Bereichen der Persönlichkeit. Die Therapie erfolgt über speziell gefilterte und aufbereitete Frequenzen in einem sog. Hüllkurvenmodulator, welche als Musik über den Kopfhörer aufgenommen werden. Der Therapieerfolg wird laufend durch den Hörtest überprüft und der weitere Therapieverlauf stets der persönlichen Hörkurve angepasst.

Literatur: Von der Kunst d. Zuhörens / E.Fromm / Heyne

Humoraltherapie
Humoraltherapie ist ein Sammelbegriff für ausleitende Verfahren. Aufgebaut auf der antiken Lehre von den Körpersäften, handelt sie vom Entgiften und Entschlacken des Körpers. Ungesunde Lebensgewohnheiten, Ernährung und Umweltverschmutzung können auslösend sein für verschiedene Krankheiten. Als ausleitende Therapiemethoden gelten Aderlass, Baunscheidtieren, Blutegel, Schröpfen und Fasten. Verletzende Verfahren bergen Infektionsrisiken und dürfen ausschliesslich von ausgewiesenen Ärzten und Naturärzten angewendet werden.

Literatur:
Propädeutik der Humoraltherapie / J. Abele / HAUG

Hypnose
Viele Menschen bringen den Begriff Hypnose in Zusammenhang mit okkulten Praktiken, was aber falsch ist. Hypnose hat nichts mit Okkultismus zu tun, sofern sie von einem seriösen Therapeuten durchgeführt wird. Das Wort Hypnose kommt aus dem alten Griechenland. Hypnos war der Gott des Schlafes. Die Wissenschaft kann sich die Wirkungsweise der Hypnose heute noch nicht genau erklären. Vereinfacht gesagt kommt es zu einem Zustand, der dem Schlaf ähnlich ist (eingeschränktes Bewusstsein). Gleichzeitig konzentriert sich der Hypnotisierte auf den Therapeuten. Dieser kann nun mit seiner Suggestion leichter das Unbewusste erreichen. Nicht alle Leute lassen sich gleich gut hypnotisieren. Mit Hypnose lassen sich die Selbstheilungskräfte aktivieren, so dass Störungen vom Körper behoben werden können. Viele psychosomatische, psychische aber auch körperliche Krankheiten sprechen auf Hypnose an. Neuerdings werden auch zahnärztliche Behandlungen und sogar chirurgische Eingriffe unter Hypnose durchgeführt, mit sehr gutem Erfolg. Dem Patienten kann so eine Teil- oder Vollnarkose erspart bleiben. Dies führt zu einer schnelleren, schmerzfreieren Genesung.

Literatur:
Abenteuer Hypnose. Heilung durch Trance / W. Eberwein / Kösell
Das große Handbuch der Hypnose / W. Meinhold / Ariston

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I

Irisdiagnose
siehe Augendiagnose

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J

Jin Shin Do (s.a. Akupressur, Akupunktur)
Jin Shin Do - Akupressur ist eine Synthese traditioneller, chinesischer Heilkünste, taoistischer Philosophie und westlicher Psychologie. Jin Shin Do löst muskuläre und emotionale Verspannungen, die das freie Fliessen von Energien und Gefühlen verhindern. Diese sensible und sanfte Therapieform stellt den Prozess des Behandelten in den Mittelpunkt und bringt diesen wieder in Einklang mit sich selbst.

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K

Kinesiologie
Wissenschaftlich wird der Begriff Kinesiologie als "Lehre der Physiologie der Bewegung" beschrieben. Kinesiologie befasst sich mit dem Lösen von Blockaden im Energiebereich. Energieungleichgewichte können Schmerzen und Fehlfunktionen hervorrufen und behindern den Organismus darin, sich selbst in einem ausgewogenen Zustand zu halten. Kinesiologie behandelt weder Symptome noch Krankheiten, sondern fokussiert auf die Selbstheilungskräfte und hilft der Person, wieder ins Gleichgewicht zu kommen. Kinesiologie ist in den 50-er Jahren in Amerika aus der Chiropraktik heraus entstanden. Sie stellt eine Synthese alter, fernöstlicher, traditioneller Erfahrungen (Akupressur, Chiropraktik) und neuester westlicher Wissenschaft (Ernährungslehre, Bewegungslehre) dar. Kinesiologie arbeitet mit dem Muskeltest als Biofeedback. Der Muskeltest ist das Messinstrument für blockierte und fliessende Energie, und er gilt als Momentaufnahme. Daraus können Schlüsse gezogen werden, wo die Person eine Stärkung braucht, um das Energiegleichgewicht wieder herzustellen. Resultat daraus ist, dass Symptome verschiedener Art sich auflösen. Die Verantwortung für die Gesundheit ist immer beim Klienten. Der Kinesiologe begleitet mit seinem kinesiologischen Wissen.
Psycho-Kinesiologie beruht auf den Grundlagen der "Klassischen Kinesiologie". Es wird in einfacher aber wirkungsvoller Weise Körperarbeit und Psychologie verbunden, davon ausgehend, dass allen Krankheiten ungelöste seelische Konflikte zugrundeliegen.

Literatur:
Kinesiologie, Gesund durch Berühren / A. Ertll Südwest
Kinesiologie / A. Holdway / AURUM
Kinesiologie / MVG, ISBN: 3-478-08553-5

Kirlian-Fotografie
Kirlian-Fotografie ist eine spezielle fotografische Technik, womit die Lebensenergie sichtbar gemacht werden soll. Die Ablichtungen werden gedeutet und können so zu fruchtbarem Selbstfindungs- und Entwicklungsprozess eingesetzt werden.

Literatur:
Handbuch der Kirlian-Fotografie / W. Franz
Bilder der Aura / B. Snellgrove / Goldmann

Klassische medizinische Massage
Die wohltuende Wirkung der Massage auf körperlicher Ebene liegt hauptsächlich in der Beeinflussung der Muskelspannung, der Steigerung der Durchblutung und des Stoffwechsels sowie in der besseren Verschiebbarkeit der einzelnen Gewebeschichten untereinander.
Je nach Art kann Massage beruhigend oder erfrischend wirken, das Körperbewusstsein stärken, körpereigene Heilkräfte unterstützen, die Wahrnehmung des aktuellen Körperzustandes sensibilisieren und somit helfen, Disbalancen frühzeitig zu erkennen.
Die klassische Massage hat sich bei folgenden Beschwerden als sehr hilfreich erwiesen:
Verspannungen, Ueberbelastung der Muskulatur, Verhärtungen und Verklebungen im Gewebe, Durchblutungs- und Stoffwechselstörungen, Muskel- und Gelenkschmerzen, Kopfschmerzen und Migräne, Haltungsprobleme, Nervosität und Stress, Schlafstörungen, psychische Unausgeglichenheit

Kneipp- Therapie
Pfarrer Sebastian Kneipp (1821-1897) ist der Begründer der Kneipp Therapie. Landläufig versteht man unter Kneippen verschiedene Arten von Wassergüssen, Wassertreten und Bädern. Aber die eigentliche Kneipp-Kur besteht nicht nur aus Wassertherapie. Vielmehr ging es dem Pfarrer um eine ganzheitliche Sicht von Gesundheit und Krankheit. So entwickelte er neben der Wassertherapie ein richtiges Therapiekonzept, das vier weitere Punkte einschloss:
- Einsatz von Heilpflanzen
- körperliche Anstrengung im Freien (früher z.B. Gartenarbeit, heute Gymnastik und
Sport)
- bewusste Ernährung
- miteinbeziehen des Seelenlebens, Empfehlung einer geordneten, bescheidenen
Lebensführung. Heute werden in den Kuren u.a. Entspannungsübungen und Meditationen eingesetzt.
Pfarrer Kneipp musste lange kämpfen, bis seine Behandlungsmethoden von den Medizinern anerkannt wurden, aber die Wirksamkeit seiner Therapien gab ihm immer wieder recht. Kneipp-Kuren sind auch von der heutigen Medizin als wirksam anerkannt.

Literatur:
Das Kneipp Gesundheitsbuch von heute / U. Rückert / Ariston
Sebastian Kneipp: Meine Wasserkur / Chr. Fey / Ehrenwirth
Kneipp-Verband mit Monatszeitschrift, Sekretariat Telefon 031-372 45 43

Kraniosakral Terapie
siehe Cranio-Sacral-Therapie

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L

Laser-Therapie
Laser sind Geräte, welche eine bestimmte Lichtwellenlänge in einer gewünschten Intensität herstellen können. Energiereiche Laserstrahlen können mühelos Stahl zerschneiden. In der Chirurgie finden sie z. B. Anwendung in Form des Laserskalpells. Laser mit geringer Energie werden als sogenannte "Soft-Laser" in der schmerzlosen Reiztherapie (als Nadelersatz bei der Akupunktur), sowie im Kosmetikbereich angewendet. Weit verbreitet sind die mobil einsetzbaren, batteriebetriebenen "Pen-Laser". Ähnlichkeit in Aussehen und Anwendung besteht mit den Farbpunktur-Stiften.

Literatur:
Laser, das andere Licht / A. Anders-von Ahlften / Trias Thieme
Laserstrahlen in der Akupunktur / Küblböck / ISBN: 3-85175-681-9

Lichttherapie
Zahlreiche Menschen entwickeln in den dunklen Wintermonaten eine Winterdepression. Da das Sonnenlicht in dieser Jahreszeit oftmals nur sehr beschränkt auf den Menschen wirken kann, geraten der Energiestoffwechsel und der Hormonhaushalt leicht aus den Fugen. Den daraus entstehenden (manchmal schwerwiegenden) Gesundheitsstörungen lässt sich durch eine Lichttherapie entgegenwirken. Am einfachsten erreicht man dies durch regelmässige ausgedehnte Spaziergänge im Freien. Hat man diese Möglichkeit nicht, so kann mit einer Speziallampe die Lichttherapie zuhause durchgeführt werden. Diese zeigt meist bereits nach drei bis vier Tagen gute Erfolge. Entwickelt wurde diese Therapie von der Basler Forscherin und Neurobiologin Anna Wirz-Justice.

Lomi Lomi
Lomi Lomi ist eine Massageform, die aus Hawaii stammt (Traditionelle hawaiianische Massage). Sie ähnelt in ihrer Ursprungsform eher therapeutischer Körperarbeit als einer Massage und hat den Anspruch, nicht nur den Körper, sondern auch die Seele zu behandeln. Die im Westen als Lomi Lomi angebotenen Massagen sind dagegen in erster Linie Wellness-Behandlungen.

Die Massage-Technik ist vergleichbar mit der bei uns bekannten Massage, mit dem Unterschied, dass Lomi Lomi nicht nur mit den Händen, sondern auch mit den Unterarmen und Ellbogen ausgeführt wird. Die Dauer einer Lomi Lomi-Massage beträgt eineinhalb bis zwei Stunden.

Die Lomi Lomi Massage
löst Muskelverspannungen und Verklebungen der Muskelfaszien
aktiviert Muskelketten und Faszienverbindungen
dehnt Bänder und Sehnen
führt zu einer verbesserten Durchblutung und aktiviert den Zellstoffwechsel
stimuliert Nerven und Organe
lindert Schmerzen
fördert die Beweglichkeit
stellt das innere Gleichgewicht her und hilft bei der Entfaltung der eigenen Kraft
fördert die Selbstwahrnehmung und Selbstverantwortung

Lymphdrainage
Das Lymphgefäss-System durchzieht den ganzen Körper, dazwischengeschaltet sind die Lymphknoten. Nebst dem Blut ist die Lymphe (Flüssiges Gewebe) für den Abtransport von Schadstoffen und Krankheitserregern besonders wichtig. Diese werden in den Lymphknoten filtriert, bekämpft und abgebaut, auch werden neue Abwehrzellen gebildet.
Die manuelle Lymphdrainage ist einsetzbar bei vielen Krankheitsbildern der Medizin, sowohl in der Gesundheitsvorsorge und physikalischen Therapien als auch als Nachbehandlung bei Krebserkrankungen.
Wirkung der manuellen Lymphdrainage: entwässernd, entstauend (Oedeme), regulierend auf das vegetative Nervensystem, beruhigend und schmerzlindernd, entspanndend auf Muskulatur und regulierend auf Darmbewegung. Eine gute Lymphzirkulation steigert unser Abwehrsystem.
Anwendungsbereich der manuellen Lymphdrainage: Oedeme (Wasseransammlung im Gewebe)
infolge Lymphabflussstörungen, z.B. Venenschwäche, Operationsnarben, Schwangerschaftsödem, Weichteil- und Gelenkrheumatismus, Arthrose, Migräne, Kopfschmerzen, chronischer und allergischer Schnupfen, Nasennebenhöhlenerkrankungen, Hauterkrankungen, Darmträgheit, Gewichtsreduktion, Stress-Symptome, Spannungsschmerzen, Muskelverspannungen.

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M

Magnet-Therapie
Die Magnettherapie ist eine uralte Therapieform, die heute wieder an Bedeutung gewinnt, nicht zuletzt wegen ihrer vielseitigen Verwendbarkeit in Vorsorge und Krankheitsbehandlung, sowie wegen ihrer Nebenwirkungsfreiheit. Unter anderem wird die Wirkung der Magnettherapie auf folgende Körpervorgänge zurückgeführt: Magnete verbessern die Sauerstoffversorgung der Zellen sowie die Durchblutung des Gewebes. Sie verringern die Oberflächenspannung des Wassers, wodurch der Wasserhaushalt aktiviert wird und elektrische Ladungen in den Nervenbahnen in Bewegung gebracht werden. Für die Magnettherapie gibt es viele Therapieprodukte wie Dauermagnete, Magnetpflaster, Magnetfolien oder elektrische Geräte mit pulsierenden Magnetfeldern.

Literatur:
Heilen mit Magneten / Michael Tierra / Windpferd
Lebenskraft durch Magnetismus / Fritz Koch / Frech
Magnete der Gesundheit / Gärtner / Windpferd, ISBN: 3-89385-284-0

Maltherapie
Malen ist eine Möglichkeit des nonverbalen Ausdrucks. Das bildhafte Denken wird aktiviert, die eigene Kreativität gefördert. Zugleich ist der Pinsel ein geeignetes Instrument, sich die eigenen Sorgen von der Seele zu malen. Man nimmt sich Zeit für sich und kann jeder Stimmung Ausdruck verleihen. Malen weckt Erinnerungen und kann auch zu neuen Erfahrungen mit sich selber führen. Erfolgreich angewendet wird sie besonders bei Kindern und Suchtkranken.

Literatur:
Maltherapie Ingrid Riedel / Kreuz
Der gemalte Schrei / B. Egger / Zytgloggen, ISBN: 3-7296-0382-5

Manuelle Lymphdrainage
siehe Lymphdrainage

Manuelle Medizin
Die manuelle Medizin versucht die Behandlung von Gelenkbewegungsstörungen auf eine wissenschaftliche Grundlage zu stellen. Dazu werden Techniken aus Chirotherapie und Osteopathie verwendet. Aber auch Physiotherapie gelangt zur Anwendung. Mit der manuellen Medizin können Wirbelsäulenprobleme sowie Bewegungsstörungen der anderen Gelenke behandelt werden.

Literatur:
Grundbegriffe der Manuellen Medizin / Springer, ISBN 3-540-55833-0
Trainingstherapie im Rahmen der Manuellen Medizin, ISBN 13-13-654003-4

Marnitz-Therapie
Schlüsselzonenmassage nach Marnitz

Die Schlüsselzonenmassage und manuelle Therapie nach Dr. Marnitz ist eine Behandlungsmethode der physikalischen Therapie. Sie ist eine Kombination aus kleinflächig, gezielter Tiefenmassage an Muskulatur, Sehnen, Bändern und Gelenken, aus mobilisierenden manualtherapeutischen Maßnahmen und einem individuell erstellten Hausaufgaben - Übungsprogramm. Die Schlüsselzonenmassage und manuelle Therapie nach Dr. Marnitz ist eine Therapie mit ganzheitlichem Behandlungskonzept. Der Organismus wird als Einheit betrachtet. Die Marnitz-Therapie wirkt direkt und reflektorisch. Sie eignet sich vor allem bei orthopädischen Erkrankungen zur Mobilisation und Schmerzlinderung bei chronischen und akuten Gelenk- und Wirbelsäulenerkrankungen, bei Bewegungseinschränkungen, zur Behandlung vor und nach Operationen. Da die Methode nicht großflächig durchblutungsfördernd wirkt, ist sie auch besonders zur Behandlung von Ödempatienten geeignet. Es handelt sich um eine sehr wirksame Methode, die auf genauen anatomischen und funktionellen Kenntnissen beruht. Grundlage ist das Wissen um die Reizausbreitung in biologischen Systemen: bei schmerzhaften Erkrankungen des Bewegungsapparates an einem Ort, besteht die Tendenz pathologische Reize zu korrespondierenden Zonen an anderen Orten weiter zu leiten. Dort entstehen neue Erkrankungen. Die Reizausbreitung erfolgt entweder:
- direkt
- segmental über das sensomotorische Zentralnervensystem
- über das vegetative Nervensystem
- humoral über gewebsschädigende Hormone
- über Funktionsketten oder motorische Ketten.
Die neuen Erkrankungsgebiete können "manifest" oder "stumm" sein. Sie können auf weitere Gebiete krank machend, und auf das Wurzelgebiet krankheitsunterhaltend wirken. Um eine primäre Erkrankung erfolgreich angehen zu können, müssen alle damit in Zusammenhang stehenden Zonen mit behandelt werden. Es gibt eine festgelegte Reihenfolge in der Entspannungswirkung bei manueller Behandlung, die Therapie der Schlüsselzonen durch die Schlüsselzonenmassage und manuelle Therapie nach Dr. Marnitz.

Massage
siehe Klassische medizinische Massage

Meditation
In unserer westlich zivilisierten Welt wird der Mensch immer mehr auf seinen Verstand reduziert, wodurch das Geistig-seelische, der Hunger nach mystischen Erfahrungen, weitgehend unbefriedigt bleibt. Aus diesem Grund sind Meditationstechniken heute auch bei uns wieder sehr beliebt (z.B. transzendentale Meditation, Gebetsmeditation, Mantrameditation) .Meditiert wird regelmässig, und zwar mit dem "Ziel", in der Versenkung mystische Erfahrungen zu machen, und in sich selbst zu ruhen (Innenschau). Dadurch erreicht man auch im Verstandesalltag eine Entspanntheit, die als Gesundheitsvorsorge, aber auch als unterstützende Massnahme bei vielen Krankheiten ihre Wirkung entfaltet. Meditationen haben meist einen philosophischen oder religiösen Hintergrund.
Literatur:
Heilende Meditation / Rajinder Singh / Urania
Vom Sinn des Meditierens / L. LeShan / Herder
Den Weg der Meditation gehen / Sri Chinmoy / Barth

Mentalenergetik
Diese ganzheitliche Gesundheitsförderung M.E.A.R. (Mental-Energetik-Allgemein-Revitalisation nach Peter Leder) beruht auf dem Prinzip der Verbesserung der Statik des Stütz- und Halteapparates sowie der Optimierung der Funktion des Zentralen Nervensystems. Ohne Manipulation und ohne Zuhilfenahme von technischen Hilfsmitteln, nur durch gezielte Punktberührung oder die Annäherung an Punkte am Körper, werden Repositionen, Readaptionen, Reproduktionen und Revitalisationen ausgelöst. Dem Körper wird überlassen wo, in welcher Form, in welchem Ausmass und in welcher Intensität er auf die Begleitung durch den/die MentalenergetikerIn anspricht.

Mentaltraining
Das Mentaltraining gehört zum Gebiet der Geistesübungen. Gedanken sind Kräfte. Es gilt, dies zu erkennen, sich dessen bewusst zu werden. Mentaltraining kann für alle Lebensbereiche angewendet werden. Es geht darum, dass mit entsprechender Geisteshaltung ein Ziel leichter erreicht werden kann. Mentaltraining wird gerne im Bereich des Spitzensports und für den beruflichen Erfolg angewendet.

Literatur:
Menta!training und Selbsthypnose / CORONA, ISBN: 3-928084-73-9

Metamorphosis (Pränataltherapie)
Metamorphosis, auch Pränataltherapie genannt, wurde vom englischen Heiler und Therapeuten Robert St. John begründet. Als sensitiver Mensch entdeckte er, dass Störungen ihren Ursprung bereits in der vorgeburtlichen Zeit das Leben haben können. In den neun Monaten vor unserer Geburt bilden sich Energiemuster, die später grossen Einfluss auf unsere Entwicklung haben. Bilden sich Stress-Muster, so können sich diese in Form von Blockaden, Ängsten und gesundheitlichen Störungen auswirken. Metamorphosis orientiert sich ähnlich wie die Fussreflexzonenmassage an den Reflex-Punkten am Fuss, an den Händen und am Kopf. Jedoch erfolgt die Behandlung auf feinstofflicher Ebene. Durch sanfte Berührung der vorgeburtlichen Reflexpunkte werden Energieblockaden angegangen, wodurch verfestigte Muster aufgebrochen werden und die Lebenskraft wieder frei fliessen kann.

Literatur:
Metamorphose / R. St. John / Synthesis, ISBN: 3-922026-25-7

MORA-Therapie
Die MORA-Therapie ist ein ganzheitliches Diagnose- und Behandlungsprinzip und arbeitet mit patienteneigenen Schwingungen im ultrafeinen Bioenergiebereich. Sie ist die Wegbereiterin der daraus abgeleiteten Bioresonanz-Therapie. Entwickelt wurde diese Therapiemethode 1977 vom Arzt Dr. F. Morell und dem Ingenieur E. Rasche, woraus sich auch der Name MO-RA ergeben hat.

Literatur:
Mora-Therapie / F. Morell / Haug, ISBN: 3-7760-1534-9

Moxibustion
Bei der Moxibustion wird die Haut an bestimmten Akupunkturpunkten durch Hitze gereizt. Dies geschieht durch das Abbrennen von getrocknetem Moxakraut in eigens dafür konstruierten Haltern, welche auf die Haut aufgesetzt werden. Der von diesen Punkten ausgehende Wärmereiz wirkt schmerzlindernd auf die entsprechenden Organe. Die ätherischen Stoffe des Beifuss regen den Stoffwechsel an und wirken beruhigend. Dass feurige Hautreizungen Schmerzen vertreiben, lehrte schon Hippokrates vor 2500 Jahren.

Literatur:
Die Moxa-Therapie / Ehrenwirth, ISBN: 3-431-03219-2
Heilen mit Traditioneller Chinesischer Medizin / Weltbild, ISBN: 3-89604-732-9

Musiktherapie
Dass sich Musik direkt auf das Befinden des Menschen auswirkt, ist allgemein bekannt. Musikhören kann bewusst zur eigenen Stimulans angewandt werden. Mit musizieren und singen können Gefühle in idealer Weise ausgedrückt werden. Diese Gefühlssprache kann ebenfalls therapeutisch gezielt angewandt werden. Die Musiktherapie wird zur Unterstützung medizinischer Behandlungen eingesetzt. "Musica Media" ist eine neue Methode, wobei die Musik akustisch über den Kopfhörer sowie über Vibratoren direkt auf diverse Körperstellen übertragen wird. Die Musik wird mit dem eigenen Körper mitgespürt, wodurch das Gehirn in zweifacher Weise stimuliert wird. In der Psychiatrie und Pädagogik, zur Schmerzbehandlung, bei Schlafrhythmusstörungen sowie Depressionen wird Musik schon lange mit Erfolg eingesetzt.

Literatur:
Meditative Heilmusik / Daniel Perret / Windpferd
Heilen mit Musik / Hinrich van Deest / Trias
Die Heilkraft der Musik / W. Kraus / Beck, ISBN: 3-406-42060-5

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N

Neuraltherapie
Die Neuraltherapie wurde von den Gebrüder Huneke, beides Mediziner, in den 1920-er Jahren zufällig entdeckt. Bei der Neuraltherapie wird ein schwach dosiertes Betäubungsmittel in bestimmte Hautpartien injiziert. Dies wirkt dann aufgrund der Reflexverbindungen auf entsprechende innere Organe. Weit zurückliegende Verletzungen, Brüche, Narben, chronische Entzündungen und Traumata können auslösend sein für diverse aktuelle Schmerzen und Erkrankungen. Diese gilt es als eigentlich Störsender zu lokalisieren. Eine Injektion in oder um dieses Störfeld soll den veränderten Zellen den Anstoss zum richtigen funktionieren geben. Neuraltherapie ist so gesehen eine Aktivierung der Selbstheilungskräfte. Die Anwendung erfordert umfassende medizinische Kenntnisse und bleibt somit Ärzten mit einer Zusatzausbildung vorbehalten.

Literatur:
Wissenswertes zur Neuraltherapie nach Huneke / Haug-Verlag
Leitfaden zur Neuraltherapie / Dosch / Haug, ISBN: 3-7760-1416-4

NLP, Neuro-Linguistisches Programmieren
NLP wurde in den 1970-er Jahren vom amerikanischen Wissenschaftler Richard Bandler und dem Linguisten John Grinder entdeckt. NLP handelt von Kommunikation und der Macht der Gedanken. Es geht dabei darum, sich seiner Gedanken bewusst zu werden als wirksame Kräfte, sowie Verhaltensmuster zu erkennen, welche sich negativ auf unsere Gesundheit und Lebensqualität auswirken. Unser Leben ist eine ständige Kommunikation nach Innen und nach Aussen. Es gilt, diese Kommunikation zu verbessern, ungünstige Gewohnheiten und Muster aufzulösen und durch positive Kräfte zu ersetzen.
N bezieht sich auf Neuro (Nerven) und betrifft den seelisch-geistigen Bereich, den Bereich der Sinne, sowie unser inneres Gespür.
L bezieht sich auf das Linguistische, das Sprachliche und die Art, wie wir unsere Eindrücke in Worte fassen und kommunizieren.
P steht für Programmieren. Gezieltes Denken und Handeln (Programm) wird dazu genutzt, das Verhalten und die Kommunikation günstig zu beeinflussen, um ein Ziel leichter zu erreichen.

Literatur:
Das Arbeitsbuch zum NLP / Kay Hoffman / Kailash
NLP, kurz und praktisch / Hans-Christoph Kölsch / Bauer
Nutzen Sie Ihre Chance mit NLP / J. de S.-Paul / Herder

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O

Ohrakupunktur
siehe Aurikulotherapie

Ohrkerzen
Das Wissen um die Ohrkerzen kam aus Asien und Nordamerika (Indianer) nach Europa. Die Ohrkerze ist ein kaminähnliches Röhrchen, von Hand hergestellt aus unbehandeltem Leintuch, Honigextrakt und pulverisierten Kräutern. Beim Abbrennen wird das untere Ende an den Gehörgang angesetzt. Es entsteht ein sanfter Unterdruck (Kamineffekt) im Ohr, wodurch ein Gefühl der Freilegung und Erleichterung erfahren werden kann. Zugleich wird konzentrierter und mit Kräuteressenzen angereicherter Dampf ins Innere des Ohrs geleitet. Ablagerungen können dadurch gelöst und ausgeschieden werden.

Osteopathie
Osteopathie ist ähnlich begründet wie Chirotherapie. Ihr Begründer, Dr. Andrew Taylor Still (1828 - 1912), sah die Krankheitsursache bei Verlagerungen von Wirbeln, Verschiebungen im Skelett und auch im Muskelapparat. Osteopathie arbeitet mehr mit ganz feinen Miniaturbewegungen, um blockierte Gelenke und Wirbel zu mobilisieren. Die Diagnose stützt sich mehr auf das "Gespür" des Therapeuten als auf Röntgenaufnahmen (s.a. manuelle Medizin, Cranio-Sacral-Therapie).

Literatur:
Osteapathie, Sanftes Heilen mit den Händen / Ch. Newiger / TRIAS

Ozontherapie
siehe Sauerstofftherapie

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P

Pflanzenheilkunde
siehe Phyto-Therapie

Phyto-Therapie (Pflanzenheilkunde)
Die Heilpflanzen-Therapie gehört wohl zu den ältesten und bekanntesten Therapieformen überhaupt, denn sie wird in fast jedem Haushalt, mehr oder weniger bewusst, angewendet. Der Einsatz von Heilkräutern wird in der heutigen Zeit immer beliebter. Heilpflanzen wirken zuerst den Symptomen der Krankheit entgegen, wobei diese aber nicht so stark unterdrückt werden wie bei den chemischen Mitteln. Es geht bei der Naturmedizin nicht nur um möglichst rasche Beschwerdefreiheit, vielmehr soll der Körper angeregt werden, die Ursachen einer Erkrankung endgültig zu überwinden. Falsch ist die Annahme, Heilpflanzen seien immer unbedenklich; es gibt bekanntlich auch sehr giftige Arzneipflanzen, die unerwünschte Nebenwirkungen mit sich bringen können. Phytotherapie kann gut mit anderen natürlichen Heilverfahren kombiniert werden, u.a. natürlich mit der Homöopathie, mit der sie in gewisser Weise auch verwandt ist. Die klassische Zubereitungsform pflanzlicher Heilmittel ist der Tee, sei es nun als Abkochung, Aufguss oder Kaltauszug. Daneben finden sie aber auch Verwendung in pflanzlichen Pillen, Tinkturen, Saftkuren, Wickeln, Salben, Sirupen, Ölen usw.

Literatur:
Praktische Einführung in die Kräuterheilkunde / T. Kircher / Irisiana
Verborgene Kräfte der Pflanzen / M. Uyldert / Irisiana
Praktisches Handbuch der Pflanzen-Alchemie / M. M. Junius / Ansata

Polarity nach Dr. Stone
Dr. Randolph Stone war ausgebildet in Chiropraktik, Osteopathie, Naturheilkunde und Neuropathologie. Das Wissen aus der chinesischen Medizin, Ayurveda und der alten ägyptischen Heilkunst vereinigte er mit der westlichen Naturheilkunde zum ganzheitlichen, energieorientierten Polarity-Gesundheitsmodell.
Polarity umfasst:
- Körperarbeit mit diversen Berührungstechniken
- prozessbegleitendes Gespräch
- Polarity - Energieübungen
- Vermittlung von Ernährungsprinzipien nach den Elementen
Polarity geht davon aus, dass Energie die Grundlage aller Erscheinungen ist. Im Menschen manifestiert sich Energie in Form von Gedanken, Gefühlen und in ihrer höchst verdichteten Form als greifbarer Körper. Über Polaritäten wie heiss/kalt, männlich/weiblich, oben/unten etc. wird sie für uns erfahrbar. Wenn die Energie ungehindert fliesst, bedeutet dies Harmonie, Ordnung, Ganzheit und Gesundheit. Wer mit seiner Gesundheit selbstbestimmt, ganzheitlich, natürlich und prozesshaft umgehen will, findet in Polarity einen vielfältigen Weg dazu. Polarity wird als wohltuend empfunden, regt die Selbstheilungskräfte an und eignet sich auch als Präventivmassnahme für Erwachsene und Kinder.

Literatur:
Polaritätstherapie / Dr. Randolph Stone / Hugendubel, Irisiana
Fliessende Kräfte / Alan Siegel / VAK
Polarity Therapie in der Praxis / Phil Young / Aurum

Pränataltherapie
siehe Metamorphosis

Pranic Healing (Pranaheilen)
Das Wort Prana entstammt dem Sanskrit und bezieht sich auf die Lebensenergie oder Lebenskraft. Prana ist die Energie, die in der Sonne, Luft und der Erde enthalten ist, und unseren Körper lebendig und gesund erstrahlen lässt. Pranic Healing ist eine uralte Heiltechnik, die ihren Ursprung in Indien hat. Diese berührungslose Energiebehandlungsmethode beruht auf der Ganzheitsstruktur des menschlichen Körpers. Der physische Körper wird von "unsichtbaren" Energiekörpern, auch Aura genannt, durchdrungen. Ein Energie-Ungleichgewicht in der Aura wird sich im allgemeinen schon in kurzer Zeit als Krankheit manifestieren. Pranic Healing ermöglicht es nun, den Energiekörper gründlich zu reinigen und mit frischem Prana zu harmonisieren. Die sanfte Energetisierung erfolgt dabei nicht direkt auf den Körper, sondern über die Intelligenz der Chakras, der Organe und der Drüsen. Dabei können die Selbstheilungskräfte im Körper wieder aktiviert werden.

Literatur:
Grundlagen des Pranaheilens / Choa Kok Sui / Bauer
Pranaheilen mit Kristallen / Choa Kok Sui / Bauer
Heilendes Prana / Atreya / Ansata

Psychotherapie
Die Psychotherapie beschäftigt sich mit dem Wissen um seelische Zusammenhänge mit dem körperlich objektiven Leben. Die Psychotherapie ist ein entsprechend weites Gebiet, wo es um die Heilbehandlungen seelisch bedingter Störungen und Krankheiten geht. Dabei steht vor allem das Erkennen und Verarbeiten von Ursachen, welche das Wohlbefinden beeinträchtigen, im Vordergrund. Es gelangen unterschiedliche Techniken zur Anwendung, wie: Suggestion, Hypnose, Psychoanalyse, autogenes Training, Logotherapie usw. Ein seriöser Therapeut und ein gutes Vertrauensverhältnis sind für eine erfolgreiche Therapie wichtig.

Literatur:
Psychotherapie für den Alltag / V. E. Frankl / Herder
Erleben durch die Sinne / Brooks / Junfer, ISBN: 3-87387-173-4
Sinn und Unsinn der Psychotherapie / L. Riedel / Mandala Media

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Q

Qi-Gong
Qi-Gong gilt in China als eines der fünf grossen Teilgebiete der Medizin. Die Wurzeln des Qi-Gong sind geistig-körperliche Übungen, die auf die taoistisch-buddhistische Praxis zurückgehen. Qi-Gong besteht aus einer Reihe von einfachen Körperstellungen, die, verbunden mit Atemübungen, den Energiefluss im Körper harmonisieren und damit einen energiereichen und gesunden Zustand herbeiführen. Qi Gong ist verwandt mit dem anspruchsvolleren Tai-Chi. Qi-Gong geht davon aus, dass es durch Stress im täglichen Leben zu Stauungen im Kreislauf der Energien kommen kann. Das Qi-Gong Training soll den Energiefluss wieder in Schwung bringen. Ein Qi-Gong Lehrer beschreibt das folgendermassen: "Jede im Qi-Gong eingeübte Stellung beeinflusst bestimmte Aspekte der Lebensenergie, die alles durchfliesst, und uns mit dem Kosmos verbindet".

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R

Radiästhesie
Die Radiästhesie handelt vom umfangreichen Gebiet der natürlichen Erdstrahlen und heisst übersetzt "Strahlenfühligkeit". Unterirdische Wasseradern erzeugen elektromagnetische Felder, deren Ausstrahlung sich negativ auf Mensch und Tier auswirken können. Der Radiästhet zeigt Wasseradern und Erdstrahlen mit der Rute oder dem Pendel. Ungünstige Plätze sollten nicht als langjährige Dauerplätze (Bett) benutzt werden. Es gilt, diese durch Umstellen zu umgehen oder mit Abschirmungsmöglichkeiten zu beheben. Neben naturbedingten Erdstrahlen, Wasseradern und kosmischen Strahlen wird auch der hausgemachte Elektrosmog zusehens ein Thema, welches die Fragen nach der Zumutbarkeit nach sich zieht.

Literatur:
Verborgene Kräfte der Wünschelrute / S. Lonegren / Irisiana
Wege zum richtigen Pendeln / I. K. von Rohr I Urania
Die Wünschelrute und ihr Gebrauch / H. Jürgens /Bauer

Reiki
Reiki, eine uralte tibetanische Form des Heilens, wurde im 19. Jahrhundert durch einen christlichen Priester, Dr. Mikao, wiederentdeckt. Reiki geht davon aus, dass das Universum erfüllt ist von unerschöpflicher Energie. Reiki ist "universale Lebensenergie", d.h. natürliche Heilungsenergie, die durch die Hände des Reiki-Heilers fliesst und durch sanfte Berührung weitergegeben wird. Diese Heilungsfähigkeit kann nur durch einen Reiki-Meister aktiviert werden, der einem hilft, den eigenen inneren Heilungskanal wieder zu öffnen. Dabei sollte sich der Reiki-Meister durch Spiritualität und Geistigkeit auszeichnen, und nicht durch finanzielle Bereicherung motiviert sein. Durch das Fliessen von Reiki-Energie kommen Körper und Gemüt ins Gleichgewicht, denn Reiki wirkt auf allen Ebenen, d.h. auf der geistigen, seelischen, emotionalen und körperlichen. Reiki fördert die Selbstheilung, löst Blockaden auf und gleicht die Chakren aus. Es eignet sich auch als Ergänzung zu anderen Therapien. Reiki wird an Menschen, Tieren und Pflanzen angewendet. Es wird in erster Linie als Selbstheilungstherapie erlernt. Reiki ist keine Religion, kein Kult und keine Philosophie. Vielmehr geht es um das persönliche Erfahren dieser Lebensenergie.

Literatur:
Die Reiki Praxis / B. Blaszok & W. von Rohr / Urania
Die Reiki Kraft / Paula Horan / Windpferd
Erfahrungen mit der Reiki-Kraft / Brigitte Ziegler / Windpferd

Rolfing, Strukturelle Integration
Dr. Ida P. Rolf (Biochemikerin) erkannte, wie wichtig die Wirkung der Schwerkraft und das Spannungsverhältnis des Bindegewebes für den aufrechten Gang des Menschen sind. Sie entwickelte daraus eine manuelle Bindegewebearbeit. Das Ziel der Therapie liegt darin, die Ursachen anzugehen, welche eine Fehlhaltung hervorrufen und dadurch Symptome auslösen wie Rückenschmerzen, Gelenkschmerzen etc. Praktizierende RolferInnen testen die Wirkung der Schwerkraft auf die verschiedenen Körpersegmente, woraus sie ableiten, wo eine manuelle Dehnung des Bindegewebes (Faszien) stattfinden muss. In ca. 10 Basissitzungen wird am ganzen Körper gearbeitet, um eine optimale Integration in die Schwerkraft zu erreichen. Weitere Sitzungen können zu einem späteren Zeitpunkt folgen. Eine spezifische Bewegungsschulung soll helfen, die erarbeiteten Veränderungen zu fördern und zu erhalten. Den Körper in tiefen Schichten neu kennen zulernen erlaubt oft, auch der Psyche auf einer neuen Ebene zu begegnen.

Literatur:
Alles im Lot: Rolfing / Dr. P. Schwind / Goldmann-Tb.
Rolfing / Ida P. Rolf / Hugendubel

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S

Sauerstofftherapien (Ozontherapie / Sauerstoff-Mehrschritt-Therapie
Ausreichende Sauerstoffversorgung ist lebensnotwendig. Über das Blut werden die Organe mit Sauerstoff versorgt. Akuter Mangel führt zum schnellen Tod, schleichender Mangel zu gesundheitlichen Störungen. Das Wissen um die gesundheitsfördernde Wirkung von zusätzlichen "Sauerstoffgaben" wird in verschiedenen Anwendungsmöglichkeiten umgesetzt. Wie bei jeder Therapie gilt hier in besonderem Masse: "Vor jeder Therapie kommt die Diagnose". Diese entscheidet letztlich über die Art der zu wählenden Therapie.
Bei der Ozontherapie verwendet man eine Sauerstoffverbindung die aus drei, statt wie üblich zwei Atomen Sauerstoff (O3 statt O2) besteht. Ozon wirkt stark gegen Bakterien und Viren. Diesen Effekt nutzt man auch in der Trinkwasseraufbereitung sowie in Schwimmbädern. Reines Ozon ist eingeatmet hochgiftig. Ozon, gemischt mit Sauerstoff, kann therapeutisch äusserlich und innerlich angewendet werden.
Die Sauerstoff-Mehrschritt-Therapie (SMT) gliedert sich in drei Behandlungsschritte:
- Einnahme einer Vitaminmischung zur Erhöhung der Sauerstoffverwertung
- einatmen von medizinisch reinem Sauerstoff
- mittels Bewegungstraining soll das hochgradig mit Sauerstoff angereicherte Blut in den
Organismus gelangen.
Aus dieser Standardvariante haben sich zahlreiche Varianten entwickelt. Zusätzliche Sauerstoff-Gaben kennt die Medizin schon seit langem als wirksame Behandlungsmethode. Inzwischen sind speziell dafür entwickelte Geräte auf dem Markt erhältlich. Als vitalisierende und stärkende Massnahme wird die Sauerstofftherapie auch zunehmend von älteren Menschen als Altersprävention entdeckt.

Literatur:
Sauerstoff ist Leben / Dr. L. Fodor / Hippokrates
Sauerstofftherapien / Jopp, ISBN: 3-89698-105-6

Sauna
Die aus dem Norden stammende Saunakultur wird mittlerweile auch bei uns von breiten Kreisen der Bevölkerung geschätzt. Einmal pro Woche in den "Schwitzkasten", so lautet die Faustregel. Dies tut dem ganzen Körper gut und härtet ab. Die Anfälligkeit für Erkältungskrankheiten nimmt dadurch deutlich ab. Aber auch für den Kreislauf ist der Wechsel von kalt und warm ein hervorragendes Training. Durch die Überwärmung wird die Stoffwechseltätigkeit angekurbelt und durch den kräftigen Schweissfluss die Haut entschlackt. Die Atemwege werden ebenfalls günstig beeinflusst. Wichtig beim saunieren ist, dass man sich genügend Zeit nimmt, und sich nach jedem Saunagang eine Ruhepause gönnt.

Literatur:
Gesund schwitzen in der Sauna / Südwest, ISBN: 3-517-07676-7
Alles über Sauna / Humbolt-Tb., ISBN: 3-581-66406-2

Schamanismus
Schamanismus, als uralter Glaube der Naturvölker, findet man in allen Kulturen der Erde, von Grönland über Europa, nach Afrika, Asien und Russland bis zu den Indianern von Nord- und Südamerika. Neben der alten, bei uns zum Teil längst vergessenen Kultur, entwickelt sich heute wieder neues schamanisches Bewusstsein. Menschen, Tiere, Pflanzen und Mineralien, alles hängt zusammen und steht in wechselseitiger Beziehung, davon geht der Schamanismus aus. Die Erde selbst ist ein lebendiges Wesen, und wir alle sind Kinder dieser Mutter Erde. Aus dieser Einsicht erwächst Respekt gegenüber der ganzen Schöpfung. Der Schamane/die Schamanin versetzt sich mittels Techniken wie Trommeln, Rasseln, Tanzen, Singen, Räucherwerk, speziellen Atemtechniken und/oder Kontemplation in Trance. In diesem schamanischen Bewusstseinszustand wird er zum Wirkkanal für die übernatürlichen Kräfte, durch welche er heilen, Rat holen oder die Zukunft erfahren kann. In diesen Ebenen der "nichtalltäglichen Wirklichkeit" treffen Schamanlnnen ihre Krafttiere, Pflanzengeister, Geistlehrerinnen und andere Verbündete, die als Vermittler von höherem Wissen um die Beschaffenheit der Welt dienen. Durch schamanische Arbeit, Rituale und Zeremonien (wie z.B. Schwitzhütte) wird es dem Menschen möglich, sich wieder mit seinen Wurzeln, mit der Erde und mit dem Geist zu verbinden. Dadurch findet er zu sich selbst und kann in Frieden mit sich und seiner Mitwelt leben.

Literatur:
Leben aus dem Geist der Wildnis / Tom Brown / Ansata
Der Wind ist unser Atem / P. Baumann / Herder
Indianische Heilkunst / R. Kaiser / Herder

Schröpfen
Schröpfen ist eine uralte Therapieform, die allerdings von der heutigen Medizin fast vollständig verdrängt wird. Sie funktioniert nach dem Prinzip der Ableitung von Krankheitsstoffen. Folgende Techniken gelangen dabei zur Ausführung:
- unblutiges Schröpfen durch Aufsetzen von Schröpfköpfen, bei denen man durch
Luftpumpen eine Saugwirkung erzielt. Diese Methode beeinflusst über Reflexzonen
innere Organe.
- blutiges Schröpfen, bei dem vor dem Aufsetzen der Schröpfköpfe die Haut leicht
angeritzt wird. Dies wirkt ausleitend auf Krankheitsstoffe.
Durch Verschieben der vakuumierten Schröpfköpfe lässt sich zudem eine Massagewirkung und ein Anregen des Lymphflusses erreichen.

Literatur:
Lehrbuch der Schröpfkopfbehandlung / Dr. J. Abele / Haug
Schröpfen / H.Höting / Knaur-Tb. ISBN: 3-426-76190-

Schüsslersalze
siehe Bio-Chemie

Shiatsu
Shiatsu entwickelte sich aus dem Jahrtausende alten Erfahrungswissen und den Grundlagen der traditionellen chinesichen und japanischen Medizin, insbesondere der Akupressur und An-Mo-Massage.
Noch heute definiert das japanische Gesundheitsministerium Shiatsu ziemlich prosaisch:"Shiatsu-Therapie ist eine Form manueller Behandlung, ausgeführt mit dem Daumen, anderen Fingern und Handflächen ohne Zuhilfenahme inrgendwelcher Instrumente. Durch Druck auf die menschliche Haut beseitigt sie innere Störungen, erhält die Gesundheit und behandelt spezielle Beschwerden."

Die Shiatsu-Behandlung
Im Shiatsu werden Punkte, sogenannte tsubos, entlang der Meridiane behandelt, um den Energiestrom dort wieder in Fluss zu bringen, wo er gestaut oder überschiessend ist, oder allgemein die Vitalität und Harmonie zu fördern. Von den vielen hundert Akupunkturpunkten der chinesischen Medizin werden im Shiatsu normalerweise eine Auswahl von sechzig bis hundert Punkten (Tsubos) als besonders wichtig erachtet und in eine vollständige Behandlung integriert. Diese wird meistens auf einer Matte am Boden und an bekleideten Klienten durchgeführt und kann eine bis zwei Stunden dauern. Es kann auch im Sitzen und Stehen behandelt werden.
Gearbeitet wird vorallem mit dem Daumen, aber auch mit der ganzen Hand oder Faust, mit den Ellbogen, Knien oder den Füssen.
Es geht beim Shiatsu nicht einfach um ein Drücken und Pressen von Akupunkturpunkten. Die eigentliche und subtile Wirkung des Shiatsu entsteht erst durch eine spezifische mediative Haltung des Ausübenden, die gewaltfrei und absichtsloseine "Berührungmkommunikation" (Ohashi) entstehen lässt, die nicht nur tief ins Energiesystem des Klienten dringt, sondern sein ganzes Sein berührt.
Wirkung auf verschiedenen Ebenen
Im Shiatsu wird also nicht versucht, Widerstände (gewaltsam) zu durchbrechen oder irgendwelche Symptome, Krankheits- und Veränderungsprozesse zu unterdrücken, sondern sich mit dem Fluss der Lebensenergie zu bewegen, die durch die Medidiane und in sämtliche Zellen unseres Organismus strömt. Die Druckmassage mit Daumen, Knöcheln, Ellbogen oder Füssen folgt der natürlichen Richtung der Lebensenergie und löst auf diesem sanften Weg Stauungen und Ungleichgewichte im Energiekreislauf auf. Verschiedene Dehnungs- und Lockerungs-, Klopf-. Knet- und Drehbewegungen helfen zusätzlich, Muskeln, Sehnen und Gelenke geschmeidig und beweglich zu machen und zu stärken.
Shiatsu kann sowohl der Erhaltung der Gesundheit dienen wie auch bei akuten oder chronischen Krankheiten helfen. Insbesondere funktionelle Störungen wie Kopf-, Rücken-, Gelenkschmerzen, Verdauungs-,Menstruationsprobleme, Verspannungen, Nervosität, Schlafstörungen u.a. sprechen meistens gut darauf an.

Spagyrik
Spagyrik ist eine ganz spezielle Form der Phytotherapie. Spagyrische Kräuteressenzen werden in speziellen Verfahren immer aus ganzen Pflanzen gewonnen. Dabei wird davon ausgegangen, dass jede Pflanze ihre eigenen stofflichen Substanzkombinationen beinhaltet. Diese verborgenen Lebenskräfte gilt es auszunützen, d. h. durch die speziellen Verfahren in die Kräuteressenzen zu bringen. Die traditionelle Spagyrik wurde von Ulrich Heinz weiterentwickelt und ist zu einer akzeptierten, eigenständigen Therapie geworden.

Literatur:
Spagyrik / P. Köster / Ehrenwirth, ISBN: 3-431-03154-4

Sportmassage
Sport - Massage
Die Massage im Zusammenhang mit dem Sport hat, durch ihre günstigen Einflüsse auf den Bewegungsapparat, zum Ziel die sportliche Leistung zu unterstützen und zu verbessern. Deshalb entstand der Begriff "Sport-Massage". Grundsätzlich besteht aber kein Unterschied in der Technik der einzelnen Griffe, es sei denn bei besonderen Spezialmethoden. Es gibt eine Vielzahl von Möglichkeiten und Kombinationen der Massagegriffe, welche bei der Behandlung von sich sportlich betätigenden Menschen erfolgreich eingesetzt werden können. Auch in Verbindung mit bewegungstherapeutischen Massnahmen, Mobilisationen oder auch passiven Dehnungen.
Bei der Behandlung von Personen im Zusammenhang mit Sport unterscheidet man die Massage vor der sportlichen Betätigung (aktivierend), während dem Sport (lockernd, dehnend) und nach dem Sport (entspannend). Wesentliche Unterschiede dabei, auch zur klassischen Massage, bestehen in der Auswahl der Massagegriffe, der Geschwindigkeit, dem Rhythmus der Griffe, der Intensität der Massage, der Zeitdauer und allenfalls auch der zu massierenden Körperpartien. Je nach Intensität, Geschwindigkeit und Auswahl der Griffe lassen sich vom gut ausgebildeten Masseur verschiedene, teils sogar gegensätzliche Wirkungen erzielen. Eine weiche, ruhige Massage bewirkt eine Entspannung der Muskulatur. Eine technisch gleich ausgeführte, aber schnellere und kräftigere Massage erhöht die Muskelspannung. Die unterschiedliche, bzw. gegensätzliche Wirkung ergibt sich alleine durch den Druck- und Tempounterschied. Bei der Sport-Massage verwendet man also vor der sportlichen Betätigung schnelle und kräftige Griffe, während dem Sport lockernde und nach dem Training entspannende Techniken. Auch ist bei der Sport-Massage die Massagerichtung (zum Herzen) weniger relevant, als es dies bei der Entstauung ist. Wichtig ist, dass der Masseur die genauen Verläufe der einzelnen Muskeln und Muskelgruppen kennt, und somit in der entsprechenden Richtung der Muskulatur die Wirkung erzielen kann.
Im Sport wird die Massage häufig angewendet. Es lassen sich dadurch auch bessere Leistungen nachweisen. Dennoch ist klar erwiesen, dass es durch die Massage nicht zu einer direkten Kräftigung der Muskulatur kommt. Wirklich gekräftigt werden die Muskeln nur durch das eigentliche Training. Wo Muskeltraining fehlt, helfen auch Massagen nicht zu einem Kraftzuwachs. Durch die Massage werden aber bessere Bedingungen geschaffen, damit das Training effizienter wird. Meistens ist das Hauptziel der Massage, dass wir auf die Muskulatur Einfluss nehmen wollen. Der Muskel reagiert sehr gut auf die Massage und je nach Technik können wir auf gewisse Wirkungen speziell hinarbeiten: Erhöhung der Muskelspannung durch kräftige, schnelle Griffe; Verminderung der Muskelspannung durch weiche, eher langsamere Griffe; Mehrdurchblutung; Verbesserung der Elastizität und Plastizität; Verbesserung der Sauerstoffbindung an das Myoglobin; vermehrter Einbau von Eiweisssubstanzen in die Muskelfasern, wobei hierfür jedoch ein Muskeltraining, d.h. eigene muskuläre Aktivität, die Voraussetzung ist.
Auch mit Sicherheit kann man sagen, dass durch die Massage kein Fett abgebaut oder wegmassiert wird. Es werden aber auch hier lokale Stoffwechselverbesserungen erzielt. Z.B. wird das Unterhautfettgewebe besser durchblutet. In Verbindung mit geeigneten Massnahmen, wie Diät oder Gymnastik, kann so durch die Massage Gewebeflüssigkeit, welche sich häufig im Unterhautfettgewebe ansammelt, verschoben und über die Ausscheidungsorgane abtransportiert werden. So ist nach einer Massage bekanntlich die Diurese (Wasserausscheidung) deutlich angeregt. Fett hingegen wird nur durch eine Diät und durch vermehrten Kalorienverbrauch durch körperliche Betätigung abgebaut.

Strukturelle Integration
siehe Rolfing

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T

Tai-Chi
Tai-Chi (chinesisches Schattenboxen) ist eine Bewegungskunst, die sowohl geistiges wie auch körperliches Training miteinschliesst.
Das Grundgerüst des Tai-Chi bilden 13 Bewegungsformen, sogenannte Bewegungsbilder, die lückenlos ineinander überfliessen. Bis die Bewegungsbilder "sitzen", braucht es allerdings recht viel Ausdauer und Hartnäckigkeit, Geduld mit sich selbst und Zeit. Beim chinesischen Schattenboxen wird von einem Energiezentrum in den Hüften (Mitte des Körpers) ausgegangen. Durch wohldosierte Bewegungen wird die aus diesem Zentrum fliessende Energie weitergeleitet (z.B. zu Händen und Füssen) und in harmonisch wohltuende Bewegungen umgesetzt. Nicht verbrauchte Energie fliesst ins Zentrum zurück. Tai-Chi ist ideal für alle, die geistige und körperliche Entspannung suchen.

Literatur:
Lebensschwung durch T'ai Chi / Al Huang / Barth Verlag
Praktische Einführung in das T'ai Chi / P. Crompton / Irisiana

Tanz- und Bewegungstherapie
Tanz ist Lebensfreude und Ausdrucksmittel. Tanz ist seit Urzeiten eine Möglichkeit der Selbstdarstellung und Kommunikation, sowie Teil von Bewältigungsritualen. Tanztherapie ist in den vierziger Jahren als eine körperorientierte Methode der Psychotherapie entwickelt worden. Tanztherapie macht sich die Wirkung der Bewegung zunutze, um die psychisch-physische Einheit des Menschen zu fördern, und damit Integrations- und Heilungsprozesse zu ermöglichen. Die Tanz- und Bewegungstherapie hat sich heute zu einer differenzierten Tanzmethode entwickelt. Sie beinhaltet, neben dem Wissen um die heilsame Wirkung des Tanzes, unter anderem Körper- und Energiearbeit, Bewegungsdiagnostik, Erweiterung der Wahrnehmungsfähigkeit, des Bewegungsrepertoires und des Ausdrucks. Tanz- und Bewegungstherapie kann als Einzel- und Gruppenmethode genutzt werden. Die Therapeutinnen und Therapeuten arbeiten auf verschiedensten Gebieten: In freien Kursen, in Heimen, psychiatrischen Kliniken, in der Prävention und Rehabilitation, mit Kindern, alten Menschen, Suchtkranken, Behinderten, mit neurotisch Erkrankten und anderen.

Literatur:
Tanztherapie / Klett, ISBN: 3-608-91005-0

Terrier-Methode
Manipulativmassage nach Dr. Terrier
Die Manipulativmassage ist eine Reflextherapie (mobilisierende Weichteiltechnik) für die peripheren Gelenke und für die Wirbelsäule, die von dem Schweizer Rheumatologen Dr. med. Terrier entwickelt wurde. Sie verbindet Grifftechniken der klassischen Massage für periartikuläre Weichteilstrukturen, Insertionen, Sehnen, Muskeln, Bänder und Kapseln bei gleichzeitiger Dehnung dieser Strukturen bei gelenkschonender passiver Mobilisation. Zusätzlich kommen Traktions- und Gleittechniken zur Anwendung. Massiert werden im wesentlichen die reflexogenen Stellen und Zonen der nahen Gelenkumgebung: Muskelenden, Sehnen, Sehnenansätze, Ligamente. In einigen Fällen kann der Massagedruck die Gelenkkapsel selbst erreichen. Die Haut und das subkutane Bindegewebe bleiben in den meisten Fällen nicht unbeeinflusst, wenn auch nur als Nebenobjekt. Mobilisiert wird der behandelte Körperteil in der Richtung, dem Umfang und dem Rhythmus, der ein regelmäßiges Wechselspiel von Dehnung und Lockerung der massierten Strukturen gewährleistet. Vorteile der Manipulativmassage: gewebsspezifische Massage, gelenkschonende Mobilisation.

Touch for Health
In Touch for Health (Gesundheit durch Berühren) werden Teile aus der östlichen Heilkunst und aus der modernen westlichen Medizin miteinander verbunden (Erkenntnisse aus der Chiropraktik, Akupressur, Ernährungs- und Bewegungslehre). Touch for Health basiert auf der Erkenntnis, dass ganz bestimmte Muskeln in Verbindung mit Meridianen und Organen stehen, Es ist eine Methode, die das Muskeltesten verwendet, um energetische Ungleichgewichte festzustellen. Der Muskeltest wird mit den Händen ausgeführt. Ziel des Touch for Health ist es, das Energiegleichgewicht wieder herzustellen. Erreicht wird die Wirkung durch anregen der Organ-Kreise mittels Massage lymphatischer Reflexpunkte, kontaktieren von Kopfpunkten für das Blutsystem, Massage der Wirbelsäulen-Reflexe, ausstreichen der Meridiane, massieren der Muskelansätze und energieausgleichende Übungen. (Siehe auch Kinesiologie)

Literatur: Gesund durch Berühren / John F. Thie / Irisiana

Traditionelle Chinesische Medizin (TCM)
siehe Chinesische Medizin

Trager
Trager, Psychophysische Integration und Mentastics, ist Bewegungsschulung durch eine passive und aktive Form des Erlernens, bzw. Wiedererlernens einer freien, leichten und uneingeschränkten Haltung. In der Tischarbeit werden neue, freiere sensuelle Erfahrungen vermittelt, die eine vertiefte verständnisvolle Eigenwahrnehmung ermöglichen. Verankert wird diese neu gefundene Haltung durch einfache, bewusste Bewegungs- und Wahrnehmungsschulung (Mentastics = mental gymnastics), die jederzeit im Alltag geübt werden kann. Wir lernen unseren Körper und unsere Bedürfnisse besser kennen, können Unnötiges durch Angenehmes ersetzen und übernehmen Verantwortung für unser Wohlbefinden. Diese Körperarbeit wurde vom amerikanischen Arzt Dr. Milton Trager im Laufe von über 60 Jahren entwickelt und verfeinert.

Literatur:
Trager / Milton / Irisiana, ISBN: 3-88034-871-5

Trigger-Punkt-Therapie
Die myofasziale Triggerpunkttherapie beschäftigt sich mit der Behandlung von Schmerzen, die aus der Muskulatur kommen, den sogenannten myofaszialen Schmerzsyndromen, die chronische Beschwerden verursachen können. Die myofasziale Triggerpunkttherapie basiert auf den Erkenntnissen von Janet G. Travell und David G. Simons. Die beiden Autoren haben mit dem "Handbuch der Muskeltriggerpunkte" das Standardwerk zu diesem Thema verfasst. Chronische Überlastung oder direkte Traumen der betroffenen Muskelstrukturen sind häufig Ursache für ein myofasziales Schmerzsyndrom. Diese provozieren eine Funktionsstörung des Bindegliedes zwischen Nerven und Muskulatur, der motorischen Endplatte. Dort entstehen extrem empfindliche Zonen. Diese lokalen Schmerzpunkte, die sogenannten myofaszialen Triggerpunkte, sind in einem Hartspannstrang der Skelettmuskulatur meist leicht zu tasten. Ihre mechanische Reizung führt oft zu einem Übertragungsschmerz in entfernten Körperregionen ("referred pain"). Durch eine geeignete Therapie lässt sich diese Pathologie auch nach langer Zeit beseitigen. Als geeignete Behandlungsmethoden haben sich Muskel- und Bindegewebstechniken von B. Dejung (aus der Schweiz), Release- und Dehntechniken von K. Lewit und V. Janda, sowie zusätzlich die Triggerpunktakupunktur erwiesen. Das myofasziale Schmerzsyndrom ist nicht mit der Fibromyalgie zu verwechseln. Die beiden Erkrankungen können klar von einander abgegrenzt werden. Sehr häufig sind myofasziale Triggerpunkte die Ursache für Gelenkschmerzen wie z.B. Tennisarm, Schulter- und Nackenschmerzen sowie Knie- und Fußschmerzen.

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U

Urintherapie
Bereits Paracelsus schätzte und empfahl den Urin zur Diagnose und Therapieanwendung. In der Moderne geriet die Anwendbarkeit des Eigenurins, wohl aufgrund anderer Möglichkeiten und eines unterschiedlichen Empfindens bezüglich Appetitlichkeit, etwas in Vergessenheit. Die Therapie mit dem eigenen "goldenen Brunnen" findet seit kurzem wieder etliche Anhänger. Eigenharn ist kostenlos, jederzeit frisch vorhanden und leicht anzuwenden. Bekannt ist seine antiseptische Wirkung, weshalb er früher auch als überall präsentes Desinfektionsmittel geschätzt wurde. Natürlich stammt dies aus der Zeit vor den Errungenschaften der modernen Medizin. Dennoch sind erfreuliche Heilerfolge nicht von der Hand zu weisen, und das Vorhandensein einer "Inneren Apotheke" fasziniert eine zahlreiche Anhängerschar. Eigenurin kann äusserlich sowie innerlich angewendet werden und verspricht bei zahlreichen Leiden den Heilungsprozess einzuleiten oder wesentlich zu unterstützen. Inzwischen gibt es zahlreiche Literatur über die Anwendbarkeit und Selbsttherapie.

Literatur:
Urin - Wasser des Lebens / J. W. Armstrong / AT
Urin-Therapie von A-Z / VGS, ISBN: 3-8025-1349-5

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W

Wickel
Wickel und Packungen sind altbewährte Hausmittel. Zahlreich sind die Anwendungsmöglichkeiten. Sie spielen eine wesentliche Rolle in der Kneipp-Therapie und werden auch von der anthroposophischen Medizin in Verbindung mit der Kräuterheilkunde angewendet. So soll es für beinahe jedes Leiden einen Wickel geben. Verwendete Zusätze sind z.B. Quark, Kartoffeln, Bienenwachs, Essig, Eis, Fango, Heublumen, Kamille, Lehm, Kohlblätter, Zwiebeln und Heilkräuter. Entsprechend unterschiedlich sind die Wirkungsweisen. Diese können ableitend, aufsaugend, oder chemisch sein. Die Wickelanwendung ist eine geeignete Therapieform, bei der die persönliche Zuwendung (Pflege) als zusätzlich heilender Aspekt in idealer Weise praktiziert werden kann. Wohltuende Wickel und Masken werden auch in der Schönheitspflege gerne angewendet. Viele entwickeln sich zu regelrechten Wickelfans.

Literatur:
Wohltuende Wickel / erh. bei Maya Thüler, Schmitteplatz 18, 3076 Worb
Sanft heilen m. Wickel u. Kompressen / Ch. Vasey / Midena
Sanfte Hilfe durch Wickel und Umschläge / Südwest, ISBN: 3-517-07744-5

Wirbelsäulen-Basis-Ausgleich
Die Fehlstatik ist oft ursächlich oder zumindest verstärkend verantwortlich für Symptome oder Schmerzzustände und Gelenkaffektionen verschiedenster Lokalisation bis hin zu Allergien und psychischen Störungen. Aus dem Bewusstsein, dass eine gestörte Statik immer den Energiekreislauf negativ beeinflussen wird und umgekehrt, wird der Wirbelsäulen-Basis-Ausgleich immer mit einer Akupunkt-Massage verbunden. Die Behandlung beruht einerseits auf den Erkenntnissen der klassischen Akupunktur und andererseits auf den Erfahrungen westlicher Massage-, Dehn- und Bewegungs-Techniken. Mit diesem Behandlungskonzept ist es in relativ kurzer Zeit möglich, einen Beckenschiefstand in einer sehr sanften und angenehmen Art und Weise zu beheben, was bewirkt, dass das Skelett wieder im Lot ist und damit die Energien das Fliessgleichgewicht wieder finden. Bei der ganzen Behandlung kommt einem von NMT modelrechtlich geschützten Schwing-Kissen eine ganz besondere Bedeutung zu. Durch sanftes Schwingen des Patienten auf dem Kissen, der Patient befindet sich dabei in Bauchlage, kommt es in der Kombination von Schwingung und Dehnung zur optimalen Entlastung der Wirbelsäule sowie zu einer Entspannung im ganzen Körper. Alle Gelenke werden sehr sanft mobilisiert und die Statik kann schliesslich korrigiert werden. Oft können sich dabei sogar die Bandscheiben regenerieren.

Wirbelsäulentherapie nach Dorn und Breuss
Die Wirbelsäule erfüllt die statische Aufgabe, den Körper zu stützen. Gleichzeitig dient sie als schützender Kanal für die Nervenstränge. Aus den Wirbellöchern austretende Nervenpaare können durch einen verschobenen Wirbel gestört werden, was neben Schmerzen auch eine mangelnde Funktion des entsprechenden Organes nach sich ziehen kann. Die Methode nach Dorn geht von Dieter Dorn aus und resultiert aus vielen Jahren des Helfens und der Erfahrung. Allmählich entstanden Seminare, Fachbücher und die Ausbildung entsprechender Therapeuten.
Waagrechte Beckenlage und gleiche Beinlängen sind Voraussetzung für eine aufrechte Wirbelsäule. Herausgerutschte Becken-, Knie- oder Sprunggelenke können Ursachen sein für Wirbelverschiebungen, die mit gezieltem schmerzlosem Griff wieder repositioniert werden. Verschobene Rückenwirbel werden ertastet und sanft in ihre Position gedrückt. Im Unterschied zur Chiropraktik wird nicht abrupt gestreckt sondern sanft gedrückt, so dass keine Verletzungsgefahr besteht und die Anwendungen durchaus auch von Laien ausgeführt werden können.
Breuss-Massage; viele Therapeuten praktizieren die Dorn-Methode zusammen mit der Breuss-Massage. Es handelt sich dabei um eine spezielle Rückenmassage mit wohltuender und entspannender Wirkung.

Literatur:
Heilen über die Wirbelsäule (Dorn) / MERK- ISBN: 3-9805138-0-7
Wirbelsäulengymnastik / Heyne -Ratg., ISBN: 3-453-04979-9
Wirbelsäulenerkrankungen und Psyche / Falken-Tb. 3-635-60314-7

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Y

Yoga
Yoga ist eines der klassischen indischen Philosophie-Systeme. Es handelt sich um den ältesten uns überlieferten Übungsweg, der von einem engen Zusammenhang von Körper, Geist und Seele ausgeht. In diesem Sinne fördert Yoga sowohl das Körperbewusstsein als auch die Wahrnehmung innerer Prozesse. Dies wird vor allem durch bewusste Körperstellungen (Asanas), Atemübungen (Pranayama) sowie Entspannungs- und Konzentrationsübungen (Meditation) erreicht. Dadurch werden Körperhaltung, Beweglichkeit und Kraft, wie auch geistige Fähigkeiten gestärkt. Die Prävention steht beim Yoga im Vordergrund. Erfahrungen haben gezeigt, dass Yoga eine Stärkung des Hormon- und Nervensystems und der Verdauung bewirkt. Im weiteren wirkt Yoga stressabbauend und konzentrationssteigernd. Yoga beeinflusst Asthmakranke wie auch an Rücken- und Kopfschmerzen Leidende positiv, aktiviert den Stoffwechsel, den Kreislauf und das Immunsystem und wirkt zudem vorbeugend gegen Osteoporose und Arthrose.

Literatur:
Durch Yoga zum eigenen Selbst / A. van Lysebeth / Barth Verlag
Yoga für die Frau / Gita S. Iyengar / Barth Verlag
Tao Yoga des Heilens / Mantak Chia / Ansata

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Z

Zero Balancing
Zero Balancing ist eine ganzheitliche Körpertherapie. Sie vereinigt westliche Anatomie und Physiologie mit östlichen Energiekonzepten. Durch eine verfeinerte Berührungsart werden die Kraftfelder im Körper verstärkt und harmonisiert und somit Körper und Seele in Einklang gebracht. Dies beeinflusst Gesundheit und Wohlbefinden des Menschen auf allen Ebenen. Entwickelt wurde Zero Balancing vom amerikanischen Arzt und Oesteopathen, Dr. Fritz F. Smith, nachdem er sich jahrelang auch mit Akupunktur und anderen Energielehren beschäftigt hatte.

Literatur:
Innere Brücken / Fritz Smith / Humanics, ISBN: 0-89334-301-3

Zilgrei
Zilgrei ist eine kombinierte Atmungs- und Haltungstherapie. Sie wurde von Adriana Zillo und dem amerikanischen Chirotherapeuten Dr. Greissing vor ca. 15 Jahren entwickelt. Zilgrei ist eine Selbstbehandlungsmethode und findet vor allem Anwendung bei Rückenproblemen und deren Folgen. Dabei wird keine Diagnose gestellt. Vielmehr geht es darum, mittels Selbstuntersuchung vom Körper zu erfahren, was nicht mehr im Lot ist. Die Kombination von Atmung und Haltung bewirkt neben der körperlichen, auch eine psychische Entspannung, was wesentlich zur Linderung beiträgt. Durch die Zwerchfellatmung wird das Skelett fein, aber doch tiefgreifend bewegt. Mittels gezielter Bewegungsabläufe und dem Halten von bestimmten Körperstellungen werden Muskulatur, Gelenke und Sehnen stimuliert und in die ursprüngliche entspannte Position zurückgebracht. Dabei wird nicht die Schmerzbewegung ausgeführt, sondern die entsprechende Gegenbewegung. Man spricht deshalb bei der Zilgrei-Methode auch vom Prinzip der gegenüberliegenden Seite. Die einzelnen Übungen werden mit Vogelnamen bezeichnet. Im Vordergrund der Zilgrei-Methode steht die Schmerzfreiheit des Wirbelsäulenbereichs und das Zurückerlangen der Beweglichkeit.

Literatur:
Neue Hoffnung: Zilgrei / Mosaik, ISBN: 3-576-10536-0
Zilgrei gegen Rückenschmerzen / Mosaik, ISBN: 3-576-10021-0

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