Berufskodex

Respekt vor dem Patienten

  • Oberste Ziele der therapeutischen Tätigkeit sind die Gesundheit und das Wohlergehen der Patienten.
  • Alter, das Geschlecht, den ethischen und sozialen Hintergrund, die sexuelle Orientierung, die eigene Überzeugung und die psychische, geistige wie auch die physische Beeinträchtigung sind vorurteilslos zu respektieren.
  • Rechte und Würde der Patienten, insbesondere ihr Recht auf Selbstbestimmung sind zu achten.
  • Gegenüber Kindern, Jugendlichen und anderen nicht mündigen Personen hat der Therapeut ene besondere Sorgfaltspflicht und Verantwortung.

Professionalität

  • Klare und verständliche Kommunikation ist sicherzustellen.
  • Aufklärung über Möglichkeiten und Grenzen der Behandlungsmethoden sowie über mögliche Risiken und Nebenwirkungen. Behandlungsziel und Behandlungsplan sind mit dem Patienten zu besprechen.
  • Orientierung vor Behandlungsbeginn über Kosten der Behandlung. Abklärung über die Versicherungsleistungen des Patienten, Kostengutsprachen und Zahlungsmodalitäten.
  • Als Therapeut bin ich im Hinblick auf die Abhängigkeit meines Patienten und der Gefahr des Missbrauchs meiner beruflichen Stellung gewiss. Jede Form  von missbräuchlichen Beziehungen, die sich aus dem speziellen therapeutischen Abhängigkeitsverhältnis ergeben können und über die Behandlungsziele hinausgehen, ist zu unterlassen.
  • Die Behandlung ist zu beenden, wenn der Patient dies wünscht oder wenn die Behandlungsziele erreicht, bzw. die Möglichkeiten der Behandlung ausgeschöpft sind.
  • Heilversprechen sind zu unterlassen.

Interdisziplinäre Zusammenarbeit

  • Respektieren der Schulmedizin sowie anderer erfahrungsmedizinischen Methoden.
  • Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit anderen Gesundheitsberufen und Triage an diese.
  • Als Therapeut verlange ich vom Patienten nicht, eine schulmedizinische Behandlung ohne Rücksprache mit dem Arzt abzubrechen bzw. diese erst gar zu beginnen. Ebenso wenig fordere ich den Patienten auf, Medikamente ohne Rücksprache mit dem Arzt abzusetzen oder die Dosierung zu ändern.
  • Berücksichtigung ärztlicher Diagnosen und Einbezug derselben in die Behandlung.

Kompetenz

  • Nichtanwenden von Behandlungsmethoden, für welche keine Ausbildung besteht oder diese nicht nachweislich beherrscht werden. 
  • Erkennen der eigenen Schwächen und Stärken sowie der Grenzen der fachlichen Qualifikation und persönlichen Kompetenz. Bei Beschwerden, die nicht bessern oder der Verdacht auf eine schwerwiegende Krankheit besteht, Empfehlung an den Patienten, Schulmedizinische Hilfe in Anspruch zu nehmen.
  • Ausübung der therapeutischen Tätigkeit nach bestem Wissen und Gewissen. Förderung des eigenen Wissens durch regelmässige Fort- und Weiterbildung.

Schweigepflicht, Datenschutz, Auskunftspflicht, Patientendokumentation

  • Wahrung der Schweigepflicht.
  • Schutz der Patientendaten vor unberechtigtem Zugriff.
  • Führung der Patentendokumentation. Einsicht auf Wunsch des Patienten in die diese Unterlagen während und nach der Behandlungszeit gewährleisten.
  • Einsicht der Patientendokumentation an Dritte nur unter Zustimmung des Patienten. Bei gesetzlicher Verpflichtung zur Auskunft vorgängige Information an den Patienten.     
  • Die Entbindung der Schweigepflicht ist nur möglich, wenn eine schriftliche Einwilligung des Patienten oder seines gesetzlichen Vertreters vorliegt oder unter besonderen gesundheitsgefährdenden Umständen, die eine Entbindung ausdrücklich zum Wohlergehen des Patienten, rechtfertigen.

Rechnungsstellung

  • Erstellung einer detaillierten und transparenten Rechnung mit Datum, Dauer und Bezeichnung der Behandlungsmethode und evtl. verordneter Heilmittel.
  • Unter Verwendung der Registrierung beim EMR und/oder ASCA Verrechnung von persönlich durchgeführten Behandlungen. Behandlungen welche von Dritten (Angestellten, Praxispartnern) erbracht wurden, werden als solche ausgewiesen und separat verrechnet.
  • Bei Behandlungen von nahestehenden Angehörigen wie Eltern, Kindern, Geschwister ist darauf zu achten, dass vor Behandlung eine Kostengutsprache eingeholt werden muss.

Gesetzliche Bestimmungen

  • Vorhandensein aller Bewilligungen und Zulassungen für die Ausübung der therapeutischen Tätigkeit.

SVBM/20. März 2020/ G. Rupp

 

 

 
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